Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
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RaketenRichi
- Beiträge: 1
- Registriert: So 7. Jun 2026, 15:42
Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
Moin zusammen,
ich wollte mal etwas Persönliches in die Runde fragen und bin neugierig, ob es anderen ähnlich geht.
Ich bin schon seit vielen Jahren Single und würde eigentlich sagen, dass ich damit ganz gut umgehen kann. Im Alltag klappt das meistens problemlos. Auf der Fusion letztes Jahr gab es aber einen Moment, der mich überraschend stark getroffen hat.
Ich saß am Infusion-Stand und in meiner Nähe war ein Pärchen, das sehr intensiv miteinander beschäftigt war – viel Körperkontakt, Rumknutschen, gegenseitiges Begrabbeln usw. Und bevor das falsch rüberkommt: Ich habe absolut nichts dagegen. Die Fusion ist voller Liebe, Nähe und Freiheit, und jede*r soll sich dort so ausdrücken können, wie es sich richtig anfühlt.
Trotzdem hat mich das in dem Moment ziemlich runtergezogen. Nicht wegen den beiden, sondern weil es etwas in mir ausgelöst hat. Eine Mischung aus Einsamkeit, Sehnsucht und dem Gefühl, selbst außen vor zu sein. Das hat mich ehrlich gesagt überrascht, weil ich mich sonst als recht stabil in dem Thema wahrnehme.
Seitdem denke ich immer wieder darüber nach und merke, dass mir solche Situationen schwerer fallen, als ich es mir eingestehen möchte. Rational kann ich mich für andere freuen. Emotional ist das manchmal deutlich schwieriger.
Deshalb meine Frage an euch:
Kennt ihr solche Momente auf der Fusion oder generell auf Festivals? Wie geht ihr damit um, wenn euch die Nähe oder Intimität anderer Menschen mit der eigenen Einsamkeit konfrontiert? Ignorieren fällt mir persönlich eher schwer.
Würde mich freuen, eure Erfahrungen zu hören.
ich wollte mal etwas Persönliches in die Runde fragen und bin neugierig, ob es anderen ähnlich geht.
Ich bin schon seit vielen Jahren Single und würde eigentlich sagen, dass ich damit ganz gut umgehen kann. Im Alltag klappt das meistens problemlos. Auf der Fusion letztes Jahr gab es aber einen Moment, der mich überraschend stark getroffen hat.
Ich saß am Infusion-Stand und in meiner Nähe war ein Pärchen, das sehr intensiv miteinander beschäftigt war – viel Körperkontakt, Rumknutschen, gegenseitiges Begrabbeln usw. Und bevor das falsch rüberkommt: Ich habe absolut nichts dagegen. Die Fusion ist voller Liebe, Nähe und Freiheit, und jede*r soll sich dort so ausdrücken können, wie es sich richtig anfühlt.
Trotzdem hat mich das in dem Moment ziemlich runtergezogen. Nicht wegen den beiden, sondern weil es etwas in mir ausgelöst hat. Eine Mischung aus Einsamkeit, Sehnsucht und dem Gefühl, selbst außen vor zu sein. Das hat mich ehrlich gesagt überrascht, weil ich mich sonst als recht stabil in dem Thema wahrnehme.
Seitdem denke ich immer wieder darüber nach und merke, dass mir solche Situationen schwerer fallen, als ich es mir eingestehen möchte. Rational kann ich mich für andere freuen. Emotional ist das manchmal deutlich schwieriger.
Deshalb meine Frage an euch:
Kennt ihr solche Momente auf der Fusion oder generell auf Festivals? Wie geht ihr damit um, wenn euch die Nähe oder Intimität anderer Menschen mit der eigenen Einsamkeit konfrontiert? Ignorieren fällt mir persönlich eher schwer.
Würde mich freuen, eure Erfahrungen zu hören.
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Partybombe
- Beiträge: 761
- Registriert: Fr 8. Jan 2016, 17:19
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
So ein Gefühl kann natürlich aufkommen.
Denke mir aber manchmal auch, dass es durchaus auch Vorteile hat Singel zu sein.
Oft geht es Donnerstags Mittag / Nachmittag los wen die ersten Beziehungen
den Belastungen der Fusion nicht standhalten und krachen.
Freitags sind dann die Notfall-Zelte im Konsum meist ausverkauft.
Nicht schön, und dann noch am Sonntag im Basliner
8 Stunden zusammen nach Hause fahren...
Da freu ich mich doch lieber über ein spontanes, unkompliziertes Date!
Was fehlt ist eine Crusing-Aera.
Denke mir aber manchmal auch, dass es durchaus auch Vorteile hat Singel zu sein.
Oft geht es Donnerstags Mittag / Nachmittag los wen die ersten Beziehungen
den Belastungen der Fusion nicht standhalten und krachen.
Freitags sind dann die Notfall-Zelte im Konsum meist ausverkauft.
Nicht schön, und dann noch am Sonntag im Basliner
8 Stunden zusammen nach Hause fahren...
Da freu ich mich doch lieber über ein spontanes, unkompliziertes Date!
Was fehlt ist eine Crusing-Aera.
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schm0_nIka
- Beiträge: 21
- Registriert: Mo 11. Mai 2026, 20:49
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
I feel you.
Ich bin zwar nicht Single, aber in den Jahren, in denen ich ohne meine Süßmaus hingefahren hin, hab ich mich manchmal auch etwas einsam und lost gefühlt, wenn ich Menschen gesehen hab, die sehr innig miteinander waren und die sieht mensch auf der Fusion ja doch häufig, die Libido steigt mit Festivalbeginn, ist mein Gefühl
Hmm, aber wie du dich da am besten selbst auffangen kannst, weiß ich auf Anhieb auch nicht. Vielleicht spontan Personen in deinem Umfeld und/oder aus deiner Crew fragen, ob du ne Runde kuscheln dürftest maybe...? Not sure...
Ich bin zwar nicht Single, aber in den Jahren, in denen ich ohne meine Süßmaus hingefahren hin, hab ich mich manchmal auch etwas einsam und lost gefühlt, wenn ich Menschen gesehen hab, die sehr innig miteinander waren und die sieht mensch auf der Fusion ja doch häufig, die Libido steigt mit Festivalbeginn, ist mein Gefühl
Hmm, aber wie du dich da am besten selbst auffangen kannst, weiß ich auf Anhieb auch nicht. Vielleicht spontan Personen in deinem Umfeld und/oder aus deiner Crew fragen, ob du ne Runde kuscheln dürftest maybe...? Not sure...
Ich bräuchte da mal noch eins, zwei Tickets... 3WBB9 und UDQKV 
Merci 

Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
Wenn dir ignorieren schwer fällt, dann bring dich zumindest körperlich aus der Situation. Also schlichtweg ein Locationwechsel. Ein rumknutschendes Pärchen zu sehen und dann gleichzeitig selbst über die eigene Situation nachzudenken, kann einen definitiv runterziehen.
Um das dann ordentlich zu reflektieren, was das in einem auslöst, ist es meiner Meinung nach eher kontraproduktiv den „Auslöser“, also das knutschende Pärchen im Blick zu haben.
Oft fällt das einem dann leichter mit einer tatsächlich räumlichen Distanz zu bewerten und durchzuspielen, was da einen so bewegt.
Um das dann ordentlich zu reflektieren, was das in einem auslöst, ist es meiner Meinung nach eher kontraproduktiv den „Auslöser“, also das knutschende Pärchen im Blick zu haben.
Oft fällt das einem dann leichter mit einer tatsächlich räumlichen Distanz zu bewerten und durchzuspielen, was da einen so bewegt.
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LundiMcPuffin
- Beiträge: 37
- Registriert: Di 8. Apr 2025, 20:07
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
Genau das, nimm dich selbst aus der Situation raus. Mir hats geholfen mich dann erstmal mit was anderem abzulenken (z.B. auf dem firespace zuschauen, irgendwelche Kunstwerke oder spiele entdecken) und später an einem anderen ruhigeren Ort nochmal mit Abstand drüber nachzudenken.Muppi hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 21:15 Wenn dir ignorieren schwer fällt, dann bring dich zumindest körperlich aus der Situation. Also schlichtweg ein Locationwechsel. Ein rumknutschendes Pärchen zu sehen und dann gleichzeitig selbst über die eigene Situation nachzudenken, kann einen definitiv runterziehen.
Sonst ist man schnell in einer Abwärtsspirale in der man nicht fair zu sich selbst ist.
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hekfnchrbf
- Beiträge: 13
- Registriert: Di 2. Jul 2024, 19:26
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
Ich glaube, dieses Gefühl kennen viele Menschen. Mir hilft es bei sowas, mit einer vertrauten Person darüber zu sprechen und die eigenen Gefühle zu reflektieren. Wenn die Person dieses Gefühl dann auch kennt, hilft es schon sich etwas weniger einsam zu fühlen
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MarkGraf107
- Beiträge: 85
- Registriert: Sa 25. Jun 2022, 16:06
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
Wenn du bereits etwas geübt darin bist, Gefühle bewusst wahrzunehmen, würde ich dir empfehlen, das Thema nicht ausschließlich auf der mentalen oder kognitiven Ebene lösen zu wollen. Stattdessen kann es hilfreich sein, dem Gefühl einmal wirklich Raum zu geben, es durchzufühlen und dabei auch das dahinterliegende Bedürfnis wahrzunehmen. Oft verändert sich die innere Erfahrung bereits dadurch, dass ein Gefühl vollständig gefühlt werden darf.
Ich selbst hatte letztes Jahr einige Situationen – teils auch nicht ganz nüchtern –, die mich emotional und menschlich weitergebracht haben. Rückblickend war es für mich wertvoller, mich den unangenehmen Gefühlen zuzuwenden, anstatt sie wegzuschieben. Denn Gefühle, die dauerhaft vermieden werden, können mit der Zeit an Bedrohlichkeit gewinnen. Dann entsteht leicht eine Angst vor dem Gefühl selbst, und wenn eine ähnliche Situation später wieder auftaucht, kann sie sich sogar belastender anfühlen als zuvor.
Ein Buchtipp zu diesem Thema ist Gefühle & Emotionen von Vivian Dittmar. Darin geht es unter anderem darum, wie wir Gefühle bewusster wahrnehmen und konstruktiv mit ihnen umgehen können.
Wenn ihr noch ein Ticket abgeben wollt <3
BQQY9
NFBZT
Das wird unsere 6. und letzte Fusion werden.
Dann gibts Babys
Ich selbst hatte letztes Jahr einige Situationen – teils auch nicht ganz nüchtern –, die mich emotional und menschlich weitergebracht haben. Rückblickend war es für mich wertvoller, mich den unangenehmen Gefühlen zuzuwenden, anstatt sie wegzuschieben. Denn Gefühle, die dauerhaft vermieden werden, können mit der Zeit an Bedrohlichkeit gewinnen. Dann entsteht leicht eine Angst vor dem Gefühl selbst, und wenn eine ähnliche Situation später wieder auftaucht, kann sie sich sogar belastender anfühlen als zuvor.
Ein Buchtipp zu diesem Thema ist Gefühle & Emotionen von Vivian Dittmar. Darin geht es unter anderem darum, wie wir Gefühle bewusster wahrnehmen und konstruktiv mit ihnen umgehen können.
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Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
MarkGraf107 hat geschrieben: Mo 8. Jun 2026, 10:31 Wenn du bereits etwas geübt darin bist, Gefühle bewusst wahrzunehmen, würde ich dir empfehlen, das Thema nicht ausschließlich auf der mentalen oder kognitiven Ebene lösen zu wollen. Stattdessen kann es hilfreich sein, dem Gefühl einmal wirklich Raum zu geben, es durchzufühlen und dabei auch das dahinterliegende Bedürfnis wahrzunehmen. Oft verändert sich die innere Erfahrung bereits dadurch, dass ein Gefühl vollständig gefühlt werden darf.
Ich selbst hatte letztes Jahr einige Situationen – teils auch nicht ganz nüchtern –, die mich emotional und menschlich weitergebracht haben. Rückblickend war es für mich wertvoller, mich den unangenehmen Gefühlen zuzuwenden, anstatt sie wegzuschieben. Denn Gefühle, die dauerhaft vermieden werden, können mit der Zeit an Bedrohlichkeit gewinnen. Dann entsteht leicht eine Angst vor dem Gefühl selbst, und wenn eine ähnliche Situation später wieder auftaucht, kann sie sich sogar belastender anfühlen als zuvor.
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BQQY9
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Das wird unsere 6. und letzte Fusion werden.
Dann gibts Babys
so eine schöne Antwort. <3 Würd mich dem gerne anschließen. Für mich persönlich ist es am Ende meistens eine Mischung. Wenn die Gefühle kommen, sie zulassen, ihnen Raum geben, einmal durch mich durchfließen lassen. Mich dann ein bisschen bewegen, alles einmal abschütteln und weiter machen. Mein Ziel ist dadurch nicht mehr, dass keine starken, negativen Gefühle kommen dürfen, sondern mir zu vertrauen, dass ich sie integrieren kann.
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SuperSaijaRaver
- Beiträge: 8
- Registriert: Fr 20. Jun 2025, 18:57
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
Interessant wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind: In einem anderem Thread war davon die Rede, dass die Fusion so gefühlsintensiv sei, dass die Libido ganz zum erlegen kämeschm0_nIka hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 19:46 die Libido steigt mit Festivalbeginn, ist mein Gefühl![]()
Ich würde mich dem Rest anschließen und versuchen die Situation zu verlassen. Danach erst Ablenkung, um keine negative Spirale zu bekommen und dann je nach Bedürfnis reflektiren, Letzteres geht auch ja entweder alleine oder mit anderen, (die vielleicht genauso fühlen).
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irrelevant
- Beiträge: 1449
- Registriert: Sa 9. Jul 2022, 19:44
Re: Nähe überall – und plötzlich fühlt man sich allein
I think it basically comes down to whether we are single voluntarily or not, and for how long it's been that way -- plus, ofc, how much (or little) physical touch or intimacy we get in spite of our "status".
For me personally, I find it quite hard to witness when it happens. The only way I have to deal w/ it is to remove myself, and find some distraction or other.
It really is unfair: For there to be a relationship, two ppl need wanting and working for it -- but for one NOT to exist, it's enough for one person not to wish partaking.
For me personally, I find it quite hard to witness when it happens. The only way I have to deal w/ it is to remove myself, and find some distraction or other.
It really is unfair: For there to be a relationship, two ppl need wanting and working for it -- but for one NOT to exist, it's enough for one person not to wish partaking.
It's not about making the world a better place; it's about making ourselves better persons. The rest comes naturally.
Remaining missing tickets
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