Vorwürfe im Tagesspiegel gegen Fusion

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genix
Beiträge: 1
Registriert: Fr 8. Jul 2022, 22:20

Vorwürfe im Tagesspiegel gegen Fusion

Beitrag von genix »

Man hat sich bereits im Mai im Newsletter zum Krieg in der Ukraine geäußert.
Nun hetzt ein ukrainischer Artist gegen Fusion auf Tagesspiegel https://facebook.com/story.php?story_fb ... 9381221492
Ich finde es sehr schade, dass die Bühne solchen radikal politisierten Leuten gegeben wird.
Was meint Ihr dazu?
klosterfrau
Beiträge: 15
Registriert: Mi 6. Jul 2022, 10:04

Re: Vorwürfe im Tagesspiegel gegen Fusion

Beitrag von klosterfrau »

https://m.tagesspiegel.de/kultur/yuriy- ... 79224.html

vermutlich meinst du diesen artikel.
radikal politisiert - ist doch gut, oder?

ich teile seine meinung, dass fusion (wie ganz ganz viele andere) keinen korrekten umgang mit der tatsache des krieges fand
MeterPaffay
Beiträge: 3
Registriert: Di 23. Aug 2022, 16:47

Re: Vorwürfe im Tagesspiegel gegen Fusion

Beitrag von MeterPaffay »

klosterfrau hat geschrieben: So 21. Aug 2022, 17:49 https://m.tagesspiegel.de/kultur/yuriy- ... 79224.html

vermutlich meinst du diesen artikel.
radikal politisiert - ist doch gut, oder?

ich teile seine meinung, dass fusion (wie ganz ganz viele andere) keinen korrekten umgang mit der tatsache des krieges fand
ich hab mich bisher aus dem forum rausgehalten, ergreife aber mal hier als gebürtiger ukrainer, der seit einigen jahren in deutschland lebt, das wort:
ja bitte, genau das will ich, bei einem festival daran erinnert werden, dass meine heimat zerstört wird und nie wieder so sein wird, wie ich sie kannte. euere gedanken mögen nobel sein, doch ihr vergesst, dass für mich und andere betroffene das ganze ein höchst emotional beladenes thema ist und dass bei weitem nicht jeder von uns daran erinnert werden möchte, vor allem weil viele hier in deutschland unzureichend informiert sind um wirklich mehr sagen zu können als "putin doof, krieg scheisse". ich habe dieses jahr aufm fusion mit ein paar ukrainern gesprochen, keiner von uns verlor auch nur ein wort zum krieg. nicht allen, doch vielen ukrainern geht es ähnlich.
und was soll die fusion bitte zu dem thema sagen? fuck putin, fuck war? das denken wir schon sowieso alle, das ist wohl kaum ein deepes statement, das für einen diskurs taugt. es ist doch für uns alle klar, was unsere position zum krieg ist, genauso können wir uns denken, was die betreiber der fusion vom dem ganzen halten. müssen wir jetzt unbedingt voller eifer unsere offensichtlichen und allen klaren positionen zum krieg herausposaunen? das erweckt den eindruck, dass man unbedingt allen zeigen muss, was für ein guter mensch man ist, in dem man gegen krieg ist. applaus, gegen krieg und gegen putin zu sein ist etwas, was eigentlich normal und selbstverständlich sein sollte.
die solidarität der deutschen zu den ukrainern und die zwangsläufige erinnerung an den krieg sehe ich jeden verdammten tag, wenn ich auf die straße gehe. ihr müsst nicht noch auf einem festival offensichtliche und selbstverständliche positionen ausrufen und an ein thema erinnern, das sowieso schon omnipräsent ist. ja, es ist schön, dass ihr solidarität zeigen wollt. ich habe dabei aber jedes mal die bilder meiner zerstörten heimatstadt im kopf.
ich will damit nicht sagen, dass wir über den krieg schweigen sollten. ich will damit sagen, dass man nicht überall und immer auf zwang den protestierenden aktivisten machen muss.
klosterfrau
Beiträge: 15
Registriert: Mi 6. Jul 2022, 10:04

Re: Vorwürfe im Tagesspiegel gegen Fusion

Beitrag von klosterfrau »

Hi,

es ist eben überhaupt nicht so, dass alle sich ganz klar "Putin doof, Krieg scheiße" positioniert hätten.

Oft hab ich gehört: "Nato-Erweiterung; ukrainische Neonazis; Nationalstaaten sind eh scheißegal also jucken uns ukrainische Grenzen nicht; beide Seiten verstehen; historisch hat doch Krim...; So funktioniert halt die Welt"

Ich bin übrigens auch Ukrainer und habe bis ich 16J. war dort gelebt.
Eine klare öffentliche Positionierung von Fusion habe ich vermisst. DAS hat mir das Feiern madig gemacht. (und nicht die Erinnerung an die ohnehin unvergessliche Tatsache des laufenden Krieges).
ilitsch
Beiträge: 104
Registriert: Sa 2. Jul 2016, 11:52

Re: Vorwürfe im Tagesspiegel gegen Fusion

Beitrag von ilitsch »

Wer kennt sie nicht, die massive Kritik auf Grund der fehlenden Positionierung der Fusion zum Krieg im Sudan, Zentralafrika, Yemen, Kongo, Siera Leone, Lybien.....anyway, meine Freund_innen und Freund_e auf beiden Seiten der Demarkationslinie, die nun Feinde auf Leben und Tod sein sollen, sagen im Endeffekt auch alle dasselbe, nämlich das dieser Krieg beendet werden soll, so schnell es geht und zwar durch einen Frieden - ein unmögliches wort wenn im kapitalismus unternehmen und staaten über menschen herrschen -, und ich denke, jetzt kommts,da gibt es - man höre und staune- auch im Nachfolgestaat des 3. Reichs - dem zivilisierten Deutschland - noch eine Menge für emanzipative Bewegungen zu tun, wenn den die schlussfolgerung sein soll - nie wieder krieg, nie wieder deutschland : https://www.youtube.com/watch?v=9msmCgJdr24
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