Queer@fusion

systemanforderung
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Re: Queer@fusion

Beitrag von systemanforderung » Do 20. Jun 2019, 08:12

Ich kann den Teilnehmer*innen hier nur zustimmen.
Was mir sonst noch einfällt: Sicher wird es wieder Workshops und Bildungsveranstaltungen zum Thema geben. In der Oase gab es in den letzten Jahren z.B. Filme vom Queer Film Fest Rostock, die gezeigt wurden und andere Workshops zum Thema. Außerdem gab es immer einen FLTI*-Bereich. Und wenn du veganen Milchreis magst,dann komm doch zur Oase. Wir machen wieder leckeren Milchreis gegen Spende und spenden unter anderem an Queerulant_in. ;-)

nazzzl
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Re: Queer@fusion

Beitrag von nazzzl » Fr 21. Jun 2019, 07:37

Ich fühle es ein wenig nach. Zwar hatte ich nie das Gefühl, dass Leute benachteiligt werden oder es auf der Fusion schwer gemacht wird, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass queerness eher privatsache ist. Da ich (weiblich, pansexuell) auch jedes Jahr mit einer großen hetero Gruppe angereist bin, war das für diese natürlich auch nicht so das Thema.
Dass auf der Fusion Orientierungen egal sind und alle zusammen Fusionieren, das stimmt auf jeden Fall. Aber trotzdem wäre es nochmal anders, wenn es mehr Aktionen und Veranstaltungen gäbe.

Es gibt zB am Cabaret auch dieses Jahr das CherryOkee mit Drags aus UK (glaube aus UK), da ging ganz schön die Post ab letztes Jahr. Da werde ich auchmal außerhalb der Karaoke gucken was sie so machen und was sie für Tipps haben.

Wo ist denn der FLINT-Bereich? Von dem wusste ich gar nichts.

gilfejilfe
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Re: Queer@fusion

Beitrag von gilfejilfe » Fr 21. Jun 2019, 08:28

Ich empfehle die tutti d*amore operngruppe am sonntag, 12:30 weidendom :)
Ich zeige Ihnen Blumen

bundesrad
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Re: Queer@fusion

Beitrag von bundesrad » Fr 5. Jul 2019, 14:00

Ich kann das auf jeden Fall auch nachvollziehen.

Ich mag die Fusion und die Stimmung und Offenheit.

Aber die Fusion ist eben ein Festival in Deutschland und dementsprechend geprägt von einem weißen, hetero, Cis-Publikum.

Ich vermisse auf jeden Fall die Sichtbarkeit von queer und/oder BPOC auf der Fusion, die ich bspw. aus Berlin gewohnt bin.

Mir ist klar, dass Großstädte eine Blase sind, aber genauso ist es eben die Fusion und vor einem Alltagskonstrast eben eine sehr weiße, heteronormative Blase.

Ein paar Duschen als "safer space" zu bezeichnen ist sicherlich nett, aber irgendwie zu wenig.

Ich finde aber überhaupt, dass Sexualität auf der Fusion erstaunlich wenig vorkommt. Ich sehe auf jeder sexpositiven Homoparty in Berlin in wenigen Stunden auf kleiner Fläche mehr Heterosexualität als auf der Fusion in einer ganzen Woche. Insofern wirkt die Fusion generell ein bisschen prüde.

Ich habe auch Zweifel, dass eine Cruising area das geignete Mittel wäre, auch wenn das bestimmt gut gemacht und von allen möglichen Gruppen angenommen werden könnte.

Ich würde mir auf jeden Fall mehr Sichtbarkeit, mehr sichtbare Strukturen, ganz zentral, mehr queeres Programm, eine zentrale Bühne oder zumindest einen eindeutig queeren Anlaufpunkt für den Anfang wünschen und würde da auch super gern mitgestalten.

Ich will damit nicht jammern, die Fusion ist trotzdem großartig. Nur werden marginalisierte Gruppen hier aus meiner Sicht sogar noch stärker marginalisiert, als ich es aus meinem Alltag gewohnt bin.

s_p
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Re: Queer@fusion

Beitrag von s_p » Fr 5. Jul 2019, 14:37

ich habe den thread hier total uebersehen :/

was hier gesagt wird, ist uebrigens einer der wenigen sachen, die mir nur geht-so positiv aufgefallen sind: wie hetereogen die fusion gaenger waren. mitte 20 bis mitte 30 jaehrige westeuropaer, alle ziemlich gutaussehend. kaum POC, kraeftiggebaute mitmenschen, oder aelteres publikum.

zwar waren ueberall regenbogenflaggen, was cool war, allerdings fande ich es schwer, andere lgbtq leute zu finden. ich habe mich etwas verloren gefuehlt. gibt es stages, die als besonders queer gelten?

vllt waere auch eine campingzelle zuweisen, die lgbtq leute anhaelt, da zu campen? klar, jeder duerfte da campen. aber lgbtq wuerden explizit eingeladen.

habt ihr sonst noch tipps, wie ich die fusion naechstes mal etwas queerer fuer mich gestalten koennte?

RoofDamage
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Re: Queer@fusion

Beitrag von RoofDamage » Fr 5. Jul 2019, 14:43

Ist es nicht eigentlich der Gedanke der Fusion das sich jeder einbringen und mitgestalten kann?

Wenn man Ideen oder ähnliches hat dann kann man sich doch mit dem KuKo in Verbindung setzen und möglicherweise kann man die dann auch umsetzen. Genug Leute für ein queer Kollektiv oder ähnliches sollte es doch sicherlich geben. Von nix kommt nix.

s_p
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Re: Queer@fusion

Beitrag von s_p » Fr 5. Jul 2019, 14:54

RoofDamage hat geschrieben:
Fr 5. Jul 2019, 14:43
Ist es nicht eigentlich der Gedanke der Fusion das sich jeder einbringen und mitgestalten kann?

Wenn man Ideen oder ähnliches hat dann kann man sich doch mit dem KuKo in Verbindung setzen und möglicherweise kann man die dann auch umsetzen. Genug Leute für ein queer Kollektiv oder ähnliches sollte es doch sicherlich geben. Von nix kommt nix.
ich sollte dazu sagen: das war meine erste fusion. aber ja, danke fuer die ermunterung (: ich wuerde mich wirklich gerne einbringen! ich schreibe den KuKo mal an. hatte auch ueberlegt, naechstes mal was zu supporten, selbst wenn ich ein regulaeres ticket kriegen sollte.

Partybombe
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Re: Queer@fusion

Beitrag von Partybombe » Fr 5. Jul 2019, 15:57

"Was Queere's, eine Crusing-Aera, warum nicht."

Als erster Gedanke find ich das auch toll.

Ich sehe es aber auch als Falle / Gethoisierung. Grösstwahrscheindlich hätte ich ein grosser Teil meiner
Zeit an diesen Orten verbracht, sehr viele Menschen getroffen die ich schon aus dem Alltag kenne und wenig neues erlebt.
In der Crusing-Aera wäre vermutlich die selbe "Schwule-Leistungmesse" wie in den angesagten Club's / Party's abgegangen, worauf
ich gerade an einer Fusion lieb und gerne verzichten kann.

Da es keine solche Orte gab, hatte ich viel Kontakt und Spass mit Menschen die ich sonst kaum getroffen hätte, was
mir an der Fusion eigentlich mehr gibt.

Zum Punkt wenig Sex an der Fusion habe ich folgende Vermutung:

Die Fusion ist ein gigantisches Feuerwerk an Sinneseindrücken. Permanent Musik, viele Menschen, Gespräche, Flirtereien, überall Installationen die einem beeindrucken usw. Da kann ich mir gut vorstellen, dass die Synapsen vollends zugeballert sind und "Sex" einfach nicht mehr ankommt, resp.
prioritär ist.

Immerhin gab es 4 Schichten vom Tuntentresen am Haupttresen und den Rattenchor mit dem Jogida-Jodelduett.
Dort konnte man sich gut mit weiteren Queer's vernetzen. Dazu waren auch einige Crew-Leute an div. Orten als queere Menschen
auszumachen.

Deleted User 38727

Re: Queer@fusion

Beitrag von Deleted User 38727 » Fr 5. Jul 2019, 16:42

Glaube auch, das mit dem Sex scheitert an der Energie die dafür nötig ist (und an der mangelnden Hygiene).

Hab zweimal versucht, mir im Zelt einen runterzuholen. Es ging nicht – keine Synapsen mehr übrig für's Sinnliche. Glücklicherweise bin ich trotzdem schnell eingeschlafen.

Und ja, ich kann auch nur raten die große Vielfalt an Menschen dazu zu nutzen um neues kennenzulernen. Statt schon vorher nen engen Filter zu setzen.

yee
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Re: Queer@fusion

Beitrag von yee » Fr 5. Jul 2019, 20:05

s_p hat geschrieben:
Fr 5. Jul 2019, 14:37

was hier gesagt wird, ist uebrigens einer der wenigen sachen, die mir nur geht-so positiv aufgefallen sind: wie hetereogen die fusion gaenger waren. mitte 20 bis mitte 30 jaehrige westeuropaer, alle ziemlich gutaussehend. kaum POC, kraeftiggebaute mitmenschen, oder aelteres publikum.
Man könnte fast meinen die Fusion sein ein Festival in Westeuropa :shock: Bei deiner Formulierung kommt es übrigens ein bisschen so rüber, als würdest du POC, kräftiggbebaut oder älter in den Kontrast zu gutaussehend setzen, was aber sicherlich nicht deine Intention war.
Ich kann deine Entäuschung da ein bisschen nachvollziehen, aber da die Tickets verlost werden und größtenteils Europäer an dieser Verlosung teilnehmen, wist du mehr oder weniger eine normale Verteilung an Leuten dort sehen, mit der Ausnahme, dass sich deutlich mehr junge als ältere Menschen auf die Tickets bewerben.

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