Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

stuff
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von stuff » So 5. Mai 2019, 17:20

Ronnsenn hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 16:43
Wer hätte das nun ahnen können~
Entscheidend für die Überwachung der Polizei, ist der zunehmende Extremismus und die politische Vereinahmung durch Antifa und sonstige gewaltbereite Organisationen! Beim Start 97 war es schlicht ein Festival, wo Menschen eine Auszeit vom Irrsinn der kranken, politisch aufgegeilten Gesellschaft nahmen!
Im letzten Jahr musste ich erleben, wie ein junger Partypeople am Einlass von einer hirngewaschenen Fusionella angeschnarrt wurde, weil er billig Dosenbier mit schwarzRotSenf Druck dabei hatte! Hallo? Ein 17-18jähriger dem es, wie den meisten normalen Menschen, Viertel vor scheissegal ist und das Leben OHNE unsinnigen Ideologien sein eigen nennt! Ich kann nicht glauben, dass Eule es sich so vorgestellt hat! Beim FEIERN muss Politik leider draußen bleiben!!!
Wo soll ich anfangen..

Zambolino
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von Zambolino » So 5. Mai 2019, 17:33

ronti hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 17:00
Die Fusion ist Antifa.
Mittlerweile eher Hipster.

ronti
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von ronti » So 5. Mai 2019, 18:12

Schließt sich ja nicht aus. 😉

morite
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von morite » So 5. Mai 2019, 18:15

Der Grund ist das Polizei und CDU mehr Probleme mit antifaschistischen Menschen haben als mit Naziaufmärschen wie in Plauen.
Das ist ausgesprochen widerlich aber Realität in Deutschland.

Die Fusion war so lange ich denken kann ein antifaschistisches Utopisches Festival.

Ich bin sehr traurig aber würde eher absagen und mir einen weniger braunen Landstrich suchen als anlasslose Streifen auf dem Festival zu akzeptieren.

Ob das noch in Dland sein kann, weis ich nicht.

Pladde
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von Pladde » So 5. Mai 2019, 18:32

morite hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 18:15
Der Grund ist das Polizei und CDU mehr Probleme mit antifaschistischen Menschen haben als mit Naziaufmärschen wie in Plauen.
Das ist ausgesprochen widerlich aber Realität in Deutschland.

Die Fusion war so lange ich denken kann ein antifaschistisches Utopisches Festival.

Ich bin sehr traurig aber würde eher absagen und mir einen weniger braunen Landstrich suchen als anlasslose Streifen auf dem Festival zu akzeptieren.

Ob das noch in Dland sein kann, weis ich nicht.
Ich kann deine Intention völlig nachvollziehen und auch verstehen, aber dieses Festival ist existenziell für das Land Mecklenburg-Vorpommern, für die Region rund ums Festival.

baniee
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von baniee » So 5. Mai 2019, 19:55

Fusion 2019: Newsletter 2/2019

Polizei will Fusion verhindern!

Liebe Fusionist:innen,

Es ist Ende April und die Festivalvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das
Booking ist fast abgeschlossen und wir schauen alle erwartungsfroh noch
vorne und freuen uns wie Bolle auf die kommende Fusion…
So oder so ähnlich würde der Newsletter lauten, wäre da nicht diese
Geschichte mit der Polizei, die uns seit Wochen total nervt, und neben
allem, was wir hier planen und vorbereiten müssen, zusätzliche Arbeit,
Sorgen und Ärger bereitet.

Am Freitag hat der Polizeipräsident von Neubrandenburg seine besten
Medienkontakte bemüht und eine Meldung bei NDR Radio MV platziert, die es
über die DPA in sämtliche Lokalblätter Deutschlands geschafft hat. Von
"Sicherheitsmängeln" hinsichtlich der Entfluchtung unserer Hangars und
einer fehlenden Notfallbeschallung auf dem Festivalgelände ist dort in
Bezug auf vermeintliche "Mängel" in unserem Sicherheitskonzept die Rede.
Lasst euch von diesen Nebelkerzen nicht blenden. Denn unsere Hangars sind
bereits seit 22 Jahren fester Teil des Festivalgeländes und deren
Entfluchtungsschema wurde in der selben Zeit nie die Zustimmung verweigert.
Auch über fehlende Beschallung haben sich in 22 Jahren nur wenige
Fusionist:innen und Anwohner:innen bei der Polizei beschwert. Wir arbeiten
fleißig an den gewünschten Nachbesserungen an unserem Sicherheitskonzept.
Ein "Mangel" aber wird bleiben - und das ist der eigentliche Grund, weshalb
der Polizeipräsident unserem Konzept nicht zustimmen will.

Gerüchte geistern ja schon seit Wochen umher und gerne würden wir diese
hier dementieren oder sie als den neuesten Clou des alten Fusionhasen
bestätigen. Aber leider wird es höchste Zeit euch hiermit zu informieren,
dass die Polizei das Fusion Festival nicht mehr ohne ihre Kontrolle und
Beobachtung stattfinden lassen will. So unglaublich dies auch klingen mag,
sie wollen hier massiv intervenieren, in Form einer Polizeiwache auf dem
Festivalgelände Präsenz zeigen und zukünftig anlasslos das Gelände
bestreifen.

Seit Wochen verhandeln wir mit anwaltlicher Unterstützung mit den
Behörden und der Polizei auf höchster Ebene. Wir haben dabei einen
Kompromiss angeboten, aber auch eine rote Linie gezogen, die wie folgt
festgelegt ist: Eine Polizeistation kann auf dem Flugplatzgelände
außerhalb des eingezäunten Kulturkosmosgeländes errichtet werden, um den
Besucher:innen die Möglichkeit zu geben, die Polizei zu Fuß erreichen zu
können. Eine anlasslose Bestreifung und eine Polizeistation innerhalb des
eingezäunten Festivalgeländes sind für uns aber nicht akzeptabel. Trotz
unseres Entgegenkommens bezüglich einer Polizeistation in Festivalnähe,
ist die Polizei keinen Zentimeter von ihren Forderungen abgerückt.

Die treibende Kraft hinter der ganzen Misere ist anscheinend der
Polizeipräsident von Neubrandenburg. Er will offenbar das Festival seinen
normativen Vorstellungen entsprechend regulieren, maßgebend und
kontrollierend in unser Konzept des Festivals eingreifen. Er verweist auf
Defizite in unserem Sicherheitskonzept, spricht uns jegliche Kompetenz zur
Gefahrenabwehr ab, um seine Forderungen nach Polizeipräsenz zu
untermauern.

Die Frage seiner eigenen Kompetenz beantwortet er in den folgenden Zitaten
selbstredend:
„Aufgrund der Erkenntnisse aus der polizeilichen Auswertung und der
Einlassung des Veranstalters ist eine Beteiligung politischer, in Teilen
hoch gewaltbereiter Personen zu erwarten […] Bei polizeilichen Maßnahmen
ist mit schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen zu rechnen, ebenso wie
mit gruppendynamischen und gewaltbehafteten Prozessen, verstärkt durch
massiven Drogen-/Alkoholeinfluss…“

Da wir die Forderungen nach anlassloser Bestreifung und einer
Polizeistation inmitten des Festivalgeländes zurückgewiesen und nicht in
unserem Sicherheitskonzept übernommen haben, hat die Polizei nun die
Zustimmung zu unserem Sicherheitskonzept verweigert. Auch das Ordnungsamt
droht uns und fordert weitere Nachbesserungen in unserem
Sicherheitskonzept. Wir werden diesen Forderungen in allem, was für uns in
dem verbleibenden Zeitraum erfüllbar ist, nachkommen. Wir halten die vom
Amt Röbel-Müritz und dem Landkreis an uns gestellten Forderungen für
erfüllbar und gehen daher davon aus, dass wir – wie in den vergangenen
Jahren – die Genehmigung für das Festival erhalten werden.

Wir werden, wenn notwendig, vor den Verwaltungsgerichten gegen die
Forderungen des Polizeipräsidenten und wenn es sein muss, auch gegen ein
Verbot der Veranstaltung klagen. Unsere Anwälte sowie auch wir sehen die
Forderungen der Polizei als rechtswidrig an und können keine
Rechtsgrundlage erkennen.

Die Polizei begründet den geplanten Großeinsatz mit ihrem Auftrag zur
„Gefahrenabwehr“. Wir fragen uns, welche Gefahren hier von der Polizei
abgewehrt werden sollen?

Dem Polizeipräsidenten Hoffmann-Ritterbusch geht es um „die Abwehr von
veranstaltungstypischen Gefahren wie die beweissichere Verfolgung von
Straftaten und Ordnungswidrigkeiten…“

Wir haben in den vergangenen Jahren in guter Zusammenarbeit mit den
beteiligten Behörden, Sanitätsdienst, Feuerwehr, unserem
Sicherheitsdienst und zehntausend, zumeist ehrenamtlichen Mitwirkenden,
eine flächendeckende und umfassende Sicherheitsstruktur geschaffen. Wir
kümmern uns umfassend und selbstverantwortlich um die Sicherheit auf
unserem Festival. Wir haben ein ausführliches Sicherheitskonzept erstellt,
das ständig fortgeschrieben wird und in dem zu den relevanten
Gefahrensituationen Vorsorge und Lösungen erarbeitet wurden.

Die ausgeprägte Eigenverantwortung und Achtsamkeit Anderen gegenüber, die
die große Mehrheit der Fusionist:innen besitzt und die Teil der
Festivalphilosophie sind, schaffen ein hohes Maß an Awareness und
Sicherheit für alle. Dies ist einmalig für eine Veranstaltung dieser
Größe, und die Schadensbilanzen auf dem Festival sprechen eine klare
Sprache.

In 22 Jahren gab es keinen schweren Unfall mit gesundheitlichen
Folgeschäden. Es gab keine Schwerverletzten, keine Drogenopfer. Die Anzahl
der Eigentumsdelikte ist verschwindend gering und konstant rückläufig.
Die laut Polizeistatistik angezeigten Gewaltdelikte in den Jahren 2011 –
2016 lagen im Schnitt bei 2,5 Delikten pro Festival! Auch wenn hier, wie
immer, von einer nicht zur Anzeige gebrachten Dunkelziffer ausgegangen
werden kann, sprechen diese Zahlen deutlich für sich und für die
Sicherheit auf dem Festival! Abgesehen vielleicht vom Kirchentag, ist das
Fusion-Festival vermutlich die entspannteste, friedlichste und
konfliktfreieste Großveranstaltung der ganzen Republik.

Es gäbe in dieser Gesellschaft wahrlich andere Anlässe und Orte, wo eine
polizeiliche Präsenz wirkliche Gefahren abwehren könnte.

Wir sehen daher die von der Polizei behauptete „Gefahrenabwehr“ auf der
Fusion als reinen Vorwand, um eine umfassende Kontrolle auf dem Festival zu
etablieren, und somit als fundamentalen Eingriff in unsere Feierkultur!

Es ist auch ein Frontalangriff auf die Philosophie des Festivals und das,
was uns hier vereint, nämlich die Freiheit, sein zu können, wie wir sein
wollen: zwanglos und unkontrolliert.

Perspektiven:
Wir haben ernsthaft darüber nachgedacht, angesichts dieser bedrohlichen
Intervention das Festival abzusagen. Eine Absage zum jetzigen Zeitpunkt
hätte aber zur Folge, dass das Projekt Kulturkosmos mit allem, was wir in
den letzten 22 Jahren hier geschaffen haben, gegen die Wand fahren würde.
Nicht nur in finanzieller Hinsicht wäre eine Absage für den Verein schwer
zu stemmen, es würden auch alle emanzipatorischen Prozesse, die hier
entwickelt und in temporären Feldversuchen entstehen und gelebt werden,
zunichte gemacht. Das at.tension-Festival wäre nicht mehr finanzierbar und
müsste abgesagt werden und alle mitarbeitenden Gruppen und Strukturen
würden in verschiedenster Hinsicht darunter leiden.

Das entscheidende Argument ist aber: Eine Absage des diesjährigen
Festivals würde eine Kapitulation bedeuten, ohne den Kampf für den Erhalt
des Festivals überhaupt aufgenommen zu haben.

Wir haben uns daher entschlossen, uns mit allen uns zur Verfügung
stehenden juristischen Mitteln gegen eine Polizeipräsenz auf dem
Festivalgelände zur Wehr zu setzen. Wir werden diesen Abwehrkampf gegen
eine polizeiliche Übernahme unseres Festivals auch auf politischer Ebene
führen.

Es geht hier nicht darum, dass die Polizei generell keinen Zutritt zum
Festivalgelände haben soll. Den hatte sie auch in der Vergangenheit, wenn
es einen Anlass gab und sie von uns oder den Gästen gerufen wurde. Auch
zukünftig wird die Polizei bei strafrechtlich relevanten Anlässen, die
einen Einsatz von Beamten auf dem Festivalgelände notwendig machen,
jederzeit Zutritt zum Festivalgelände haben.

Sollten die Gerichte den Forderungen der Polizei nach Polizeistation und
anlassloser Bestreifung Recht geben, stellt sich trotzdem die Frage,
inwiefern eine solche Polizeipräsenz auf dem Festivalgelände bei den
Besucher:innen Akzeptanz fände.

Wir können dazu nur sagen:

„Wer das Festival mit seinen zehntausenden linksalternativen
Besucher:innen und Macher:innen kennt, muss von einer ausgeprägten
Identifikation mit den Idealen der Veranstaltung sowie der dort gemeinsam
erlebten Freiheit ausgehen, in der eine polizeiliche Kontrolle nicht
erwünscht ist und als massiver Eingriff empfunden wird.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Menschen, die dieses Festival besuchen
und ermöglichen, gibt es eins, was fast alle 70.000 vereint: Niemand
möchte von der Polizei bei diesem Festivalerlebnis permanent begleitet
werden!

Die Mehrzahl der Fusionist:innen wird daher der geplanten Polizeipräsenz
vermutlich mit Ablehnung begegnen und verschiedenste kreative Formen von
friedlichem Protest dagegen setzen.“

Wir als Veranstalter:innen haben mehrfach auf diese Kausalitäten
hingewiesen und müssen nun, egal wie es am Ende kommt, mit der Situation
umgehen. Wir sollten jetzt keine dystopische Stimmung aufkommen lassen und
müssen gemeinsam nach vorne schauen, um diese krasse Herausforderung
bestmöglich zu meistern. Sollte es am Ende soweit kommen, das wir unsere
rote Linie nicht halten können, freuen wir uns auf den friedlichen und
phantasievollen Protest der vereinten Fusionist:innen, der dann zu erwarten
ist. Riot-Szenarien, wie sie Herr Hoffmann-Ritterbusch jetzt an die Wand
malt, entspringen einer kriminalisierenden Law and Order Rhetorik, die wir
hiermit entschieden zurückweisen.

2019 wird es wohl eine besonders politische Fusion werden und angesichts
der aktuellen Situation unter dem übergreifenden Thema TATÜTATA ABLOOFEN
stehen.

Es geht hier um weit mehr als um die Zukunft unseres geliebten Festivals.
Es geht am Ende um die politische Frage, ob es in dieser Gesellschaft
weiterhin Freiräume geben kann, die nicht von der Polizei eingeschränkt
und mit repressiven Maßnahmen begleitet werden. Es geht um die
Selbstgestaltungsfreiheit kultureller und künstlerischer Orte. In dieser
Perspektive betrifft das Thema alle anderen Versammlungsräume im
subkulturellen Kontext: Konzerte, Festivals, freie Bühnen sowie die
gesamte Clubkultur. Es geht hier im Kleinen um nicht weniger als um das
Ganze: die Verteidigung tragender Elemente einer emanzipatorischen
Gesellschaft.

Es gibt vermutlich keinen Ort, nirgends in dieser Republik, wo unsere
Gesellschaft so frei erscheint wie Ende Juni in Lärz. Daher ist es umso
wichtiger, diese Freiheiten gerade hier und jetzt zu verteidigen – bevor
es zu spät ist.

Wir werden, neben der juristischen Schiene, erstmals in unserer Geschichte
in die Öffentlichkeit gehen. Wir werden uns an Medien und Presse wenden
und auch soziale Netzwerke nutzen. Wir haben uns zu diesem Bruch unserer
lang gepflegten medien-abstinenten Prinzipien entschlossen, weil wir die
Fusion und das ganze Projekt Kulturkosmos in seiner Existenz bedroht sehen
und wir die Deutungshoheit in diesem Konflikt so gut es geht in unseren
Händen behalten wollen.

Was kann jede:r einzelne von euch tun?

PETITION: https://kulturkosmos.de/mitmachen/
Wir haben eine Petition gestartet, die sich gegen die zunehmende Kontrolle
und Repression von kulturellen Freiräumen im Allgemeinen und den geplanten
Polizeieinsatz auf der Fusion 2019 im Konkreten richtet. Unterzeichnet sie
und teilt sie mit eurem Freundeskreis.

Führt die Debatte auf allen Kanälen, von WG-Küchentisch bis zu social
media.
Folgt uns auf Twitter https://twitter.com/fusion_festival
und auf Mastodon https://mastodon.social/@fusion_festival.

Informiert eure Freund:innen und Verwandten, macht „die maximale
Welle“…

Besucht unsere Sonderseite www.kulturkosmos.de, wo wir euch zum aktuellen
Geschehen informieren werden. Bei öffentlichen Statements zur Debatte
wünschen wir uns allerdings einen sachlichen Ton: Mit Beschimpfung oder
Bedrohung ist, wie immer, nichts zu gewinnen …

Wir bedanken uns jetzt schon für eure Unterstützung und eure Hilfe in den
kommenden Wochen und für euer Vertrauen, dass wir alles versuchen werden,
damit unser Fusion Festival der einzigartige Freiraum bleibt, so wie wir
ihn kennen.

Noch eine Anmerkung zum Duktus dieses Newsletters:
Für uns als Veranstalter:innen ist die Situation schwierig, weil wir
einerseits entsetzt, wütend und verärgert über die geplanten
Polizeimaßnahmen sind und anderseits mit den Behörden und der Polizei
gesprächs- und verhandlungsbereit bleiben wollen. Es ist absehbar, dass
der Konflikt vor Gericht landen wird und auch im Nachhinein mit
juristischen Auseinandersetzungen zu rechnen ist. Besonnenheit ist für uns
daher wichtig.

Nichtsdestotrotz gilt

hasta la victoria siempre!

Eure KUKO Crew

_____English version___

The Police want to stop Fusion!

Dear Fusionists,

It’s the start of May and preparations for the upcoming festival are in
full swing. Almost the entire programme has been finalised, we’re
bursting with excitement, and we cannot wait for the festival to finally
start.

That would pretty much have been the message of this newsletter, were it
not for this stuff with the police that we have been dealing with for weeks
now. With everything else we have to plan for and prepare, it has added a
load more work, worry, and bother.

On Friday, and with the help of his best media contacts, the Chief of
Police for Neubrandenburg released a report via NDR Radio MV. That was then
picked up by the DPA (German Press Agency) and subsequently appeared in
many local papers across the country. The report spoke of alleged “safety
deficiencies” with regard to the evacuation procedures for our Hangers
and the lack of a public address system to be used in emergencies – all
equating to supposed “shortcomings” in our general safety concept.

Don’t be fooled by this smoke screen. The Hangers have been firm fixtures
on the festival site for 22 years and their evacuation plans have never
failed to get approval from the authorities before. And again in 22 years,
only a few Fusionists and residents have complained about the lack of a
public address system. We’re working hard on the requested amendments to
our safety concept. But there will always be something lacking – and here
we come to the real reason why the Chief of Police does not want to approve
our concept.

Rumours have been swirling around for a few weeks now and we’d like to
dispel them, or indeed confirm them as the most recent updates we have. But
sadly, it’s high time to inform you all that the police do not want to
allow Fusion to happen without their supervision and surveillance. As
unbelievable as this may sound, they want to take the huge step of placing
a police station on the festival site and patrolling the entire area
without specific reason.

For weeks now and with the help of legal counsel, we have been negotiating
with the authorities and with the police at the highest levels. We offered
a compromise solution but also set out our red lines. Our proposal went as
follows: a police station could be placed on the airfield outside the
fenced-off Kulturkosmos site in order to give festival goers the chance to
reach the police by foot, but police patrols without cause and a police
station within the boundary of the festival are things that we will not
accept. Despite this concession with regard to a police station next to the
festival, the police would not budge an inch on their demands.

The driving force behind all this misery appears to be the Chief of Police
for Neubrandenburg. With his intervention, he clearly wants to disrupt the
festival; he wants to regulate, control and display authority in accordance
with his own normative standards. He points to deficits in our safety
concept and does not offer any type of security expertise that would
substantiate his claim that a police presence is necessary.

He answers any questions as to his own understanding of the situation in
the following quote:

“According to the findings of the police evaluation and the organiser’s
statement, political and in part highly violent individuals are expected to
attend… With regard to police measures, extremely violent confrontations
are to be anticipated, as well as group-dynamic-related and aggressive
exchanges. All of this is exacerbated by massive alcohol and drug
consumption…”

Because we rejected the patrolling of the site and a police station on the
festival site, and did not include it in our safety concept, the police
have now rejected it. The Ordnungsamt (Regulatory Authority) is also piling
on the pressure and demanding further amendments to our safety concept. We
will comply with all of these demands – insofar as the time remaining
before the festival allows. We see the demands from the office at
Röbel-Müritz and the district as manageable, and therefore assume that we
will – as in previous years – get a permit for the festival.

If necessary, we will go to the administrative court against the demands of
the Chief of Police and, if it really must be this way, also take legal
action against an injunction of the event. Our lawyers and we as well see
the demands of the police as unlawful and without any legal basis.

The police justify their plan for this large-scale operation with their
responsibility to “protect against threats to public safety”. We are
really asking ourselves which dangers exactly the police are to ward off
here?

For Chief of Police Hoffmann-Ritterbusch, it’s about “protecting
against the kind of dangers that are typical at events like these, and
prosecuting crimes and misdemeanors in cases where evidence is found.”

Over the years, we’ve had a great relationship with the relevant
authorities, medical services, fire department, our security personnel, and
10,000 mostly volunteer helpers. Together, we have created a full and
comprehensive structure for safety and risk assessment. We have created a
detailed safety concept, which is constantly being reviewed and updated. As
part of this, precautions, measures and solutions have been developed to
handle relevant risks and potentially dangerous situations.

The distinctive sense of responsibility and mindfulness of others, which is
typical of the vast majority of Fusionists and indeed makes up a part of
the whole festival’s raison d'être, in itself achieves a high level of
awareness and safety for all. This is unique for an event of this size, and
its incident and damage report card speak for themselves.

In the last 22 years, there have not been any serious accidents leading to
subsequent health damage. No one has been seriously injured, and we
haven’t had any drug-related deaths. The number of crimes against
property is negligible and constantly falling. According to police
statistics for reported violent crimes from 2011 to 2016, there were on
average 2.5 incidents per festival! And if it is the case, like always,
that the number of unreported crimes is higher, these numbers still speak
for themselves and for the safety of the festival! Other than perhaps the
Kirchentag church convention, Fusion Festival is probably the most relaxed,
peaceful and non-confrontational large event in the whole of Germany.

There really are a lot of other events and places where a police presence
could serve to avert and address real threats.

We therefore see the police’s claim that they need to “protect against
threats to public safety” at Fusion as a pretense for establishing more
comprehensive controls at the festival and as a fundamental intrusion into
our party culture!

It is also a full-frontal assault on the philosophy of the festival and
what unites us here – namely the freedom to be however we want to be,
without constraints, controls or checks.

The way ahead:

We have given serious thought to cancelling the festival in view of this
threatening intervention. But cancelling the festival at this stage would
mean the end of the Kulturkosmos project and all that we have built here
over the last 22 years. A cancellation would not only present major
financial difficulties for the Kulturkosmos association; it would also
destroy all the emancipatory processes that are developed and temporarily
trialed and lived out here. We would also have to cancel at.tension
Festival as it would no longer be possible to finance it, and all the
groups and structures that contribute to it would suffer in all kinds of
ways.

The decisive argument is this though: cancelling this year’s festival
would mean giving in, before having even taken up the fight to save the
festival.

We have therefore decided to make a stand and use all the resources
available to us to mount a legal challenge against having police presence
on the festival site. We will also take this fight against a police
takeover of our festival into the political arena.

This is not about stopping the police from having any kind of access to the
festival site. They have had access in the past, when there was specific
reason for it and when they were called in by us or by our guests. In
future too, the police will be granted access to the festival site at any
time, if there are relevant criminal incidents that require police officers
to be present on the site.

If the courts rules in support of the police’s demands to have an on-site
police station and to patrol the festival without specific reason, it will
still be an open question as to how willingly our guests will accept this
kind of police presence on the festival site.

To that we can only say:

“Anyone who knows the festival, knows that its tens of thousands of
left-wing and alternative guests, makers and doers strongly identify with
the ideals of the festival and value the freedom that they collectively
experience there. We would therefore have to assume that police controls
would be unwanted and seen as a massive intrusion.

Despite the diversity of the people that come to the festival and make it
happen, there is one thing that unites almost all 70,000 of them – no one
wants to the police to be permanently present throughout their festival
experience!

The majority of Fusionists would therefore be likely to reject the planned
police presence and would engage in all kinds of creative, peaceful
protests against it.”

As the festival organisers, we have often pointed out this potential chain
of events, and will now, no matter how things pan out, have to deal with
the situation. We do not want to stir up a dystopian spirit and have to
look ahead together to manage this huge challenge as best we can. If, in
the end, we are no longer able to maintain our red lines, we look forward
to the peaceful and imaginative protests from the Fusionist collective that
would likely follow. The riots that Mr Hoffmann-Ritterbusch has been
talking up are the product of a criminalising law and order rhetoric, and
we strongly and categorically reject them here.

2019 with therefore be an especially political Fusion and, given the
current situation, this year’s overarching theme will be ‘BYE BYE
POLIZEI’.

This is also about much more that the future of our beloved festival. At
the end of the day, this is really about the political question of whether
there can still be truly free spaces in this society – spaces that are
not restricted by police and subject to repressive measures. It is about
the freedom of cultural and artistic spaces to define how they develop and
evolve. Seen from this point of view, this issue actually affects all sorts
of other subcultural contexts: concerts, festivals, open stages and the
entire club culture. This particular case is about nothing less than the
whole thing – defending the pillars of a free and emancipated society.

There is probably no other place, anywhere in the country, where our
society appears to be as free as it does in late June in Lärz. It
therefore all the more important to defend these freedoms in precisely this
place – before it is too late.

As well as going through the courts, we will also go public for the first
time in our history. We are going to get in contact with the media and
press, and use social channels as well. We have decided to break with our
long-held principles of media abstinence, as we consider the very existence
of Fusion and the whole Kulturkosmos project to be under threat. We
therefore want to ensure that we are able to shape the public debate as
much as we can.

What can each of you do?

PETITION: https://kulturkosmos.de/mitmachen/

We have started a petition against the increasing constraints and
repressive measures being placed on free cultural spaces in general, and
specifically against the planned police presence at Fusion 2019. Sign it
and share it with your friends.

Join in the debate in any place you can, from the kitchen table to social
media. Follow us on Twitter – https://twitter.com/fusion_festival – and
on Mastodon – https://mastodon.social/@fusion_festival.

Inform all your friends and relatives about this… let’s make waves…

Visit our website www.kulturkosmos.de, where we will keep you up to date
with all the latest developments. We ask you to keep a reasonable and
respectful tone in debates in the public sphere, however. As always,
insults and threats will not get us anywhere…

We would like to thank you all in advance for your support and your help
over the coming weeks, and for your trust in us that we will do everything
we possibly can to ensure that our Fusion Festival remains the unique and
extraordinary free space that we all know and love.

And just one more thing...

This is a difficult situation for us. On the one hand we are appalled,
angry and frustrated about the planned police measures, but on the other we
want to keep the conversation and possibility of negotiations with the
police open. It could well be that this dispute ends up in court, and that
there will be further legal proceedings in future. It is therefore
important that we take a calm and considered approach.

Nonetheless, we still say:

hasta la victoria siempre!

The KUKO Crew

RoofDamage
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Registriert: Mo 29. Jun 2015, 23:35

Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von RoofDamage » So 5. Mai 2019, 20:15

Anwälte und so kosten ja bestimmt ne Stange Geld.

Kann man da eigentlich irgendwo spenden odder so?

DieEnteMedusa
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Kontaktdaten:

Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von DieEnteMedusa » So 5. Mai 2019, 21:22

RoofDamage hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 20:15
Kann man da eigentlich irgendwo spenden odder so?
Der Kulturkosmos ist ein gemeinnütziger Verein, und freut sich immer über jede Spende.
Bankverbindung steht auf der Homepage....
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." [Mark Twain]

tintenfish23
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Registriert: Mo 6. Mai 2019, 16:44

Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von tintenfish23 » Mo 6. Mai 2019, 17:04

moin liebe leute :)

ich stell mir grade so vor, wie das wäre...
wenn die fusion dann einfach am elb- oder spreeufer oder wo auch immer unangemeldet, halt mit paar weniger aber bestimmt immer noch genug leuten, ohne gagen ohne star auftritte aber mit jeder menge energie im herzen stattfinden würde ...

die können doch nich einfach uns allen das tanzen und freiraum probieren verbieten.
vielleicht muss man einfach back to the roots um der represssion zu begegnen... ? ;)


meine 2 kekse dazu.


<3

Ri—co
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Re: Polizei stellt sich quer: Fusion droht das aus

Beitrag von Ri—co » Mo 6. Mai 2019, 17:37

https://www.nordkurier(dot)de/mueritz/polizeipraesident-will-sich-zu-wort-melden-0635408905.html?fbclid=IwAR30Y_MxWiPnGwqyTfpDTLE1SRLBpEM1Vlqb4F_-Q-Ae8aNfSuWVE8gbFYg

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