depri auf der fusion?

michaelmustermann
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depri auf der fusion?

Beitrag von michaelmustermann » So 16. Jun 2019, 09:31

hallo liebes forum, mal eine etwas persönliche angelegenheit.... :oops: ich leide seit dem winter an schweren depressionen und frage mich ob ein fusionbesuch da sinnvoll ist... normalerweise ist die fusion mein absolutes jahreshighlight, aber ich komme ein bischen ins zweifeln ob das in meinem zustand so clever ist. wart ihr schon mal depri feiern? hilft das oder schadet das? party-medikamente dann lieber ganz weglassen?
danke

Loslos321
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von Loslos321 » So 16. Jun 2019, 09:34

Ich denke das musst du für dich endschieden...

chateau_lafite
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von chateau_lafite » So 16. Jun 2019, 10:09

Frag doch mal deinen Therapeuten. Der ist für so'ne Einschätzung sicher besser geeignet als das Forums hier. Bzgl. Alkoholkonsum würde ich mich informieren, wie der sprit genau funktioniert und daraus Schlüsse ziehen. Tut mir leid für dich, aber irgendwie trau ich dir auch nicht so recht.

katzenkiller
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von katzenkiller » So 16. Jun 2019, 10:40

Aus eigener Erfahrung: Lass Dir die Fusion nicht entgehen! Sie hat mir sehr geholfen, wenigstens noch etwas Sinn im Leben zu finden und zu erfahren. Ich habe viele Sachen nicht mehr gemacht, weil ich mich total zurückgezogen habe, aber die Fusion hat mir viele positive Erlebnisse beschert, die sonst auch noch weggefallen wären. Und Du brauchst gerade in Deiner Situation dringend positive Impulse, um nicht völlig zu verzweifeln. Außerdem ist es ja möglicherweise die letzte Fusion, das Fernbleiben wäre in meinen Augen also keine gute Idee ...

Mit gewissen Partymedikamenten solltest Du allerdings vorsichtig sein bzw. ganz weglassen, das hängt davon ab, WAS Du ggf. nehmen willst, und OB Du ggf. noch andere Medikamente einnimmst, da es durchaus zu schwerwiegenden Wechselwirkungen kommen kann, gerade, was den Serotonin-Haushalt angeht. Zum Schlaulesen empfehle ich das online gelegene Land-der-Träume, dort wirst Du viel Hintergrundwissen finden.

Einen Therapeuten würde ich nur zu Rate ziehen, falls Du wirklich einen extrem guten hast, da die meisten doch eher scheiße sind und/oder keine Ahnung haben. Weder von Therapie noch von der Fusion.

divergenz
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von divergenz » So 16. Jun 2019, 10:57

schau mal ob du in versuchsreihen mit ketamin reinkommst: einmal in der woche (eine nicht psychoaktive dosis reicht) nimmt zuverlässiger schwere depressionen weg als alle anderen sachen auf dem markt. für die pharmaindustrie is das uninteressant, weil die patente abgelaufen sind, aber die haben jetzt in den USA ein neues medikament zugelassen bekommen was quasi ketamin mit einem ausgetauschten atom ist, und damit patentierbar.

ähnlich machen die das übrigend mit nikotinantagonisten (machen, dass nikotin in deinem körper nciht mehr wirkt => super zum rauchen aufhören: in polen gibt es ein pflanzenextrakt aus goldregen (tabex) - eine monatsdosis kostet 5 eur. Kannst ein synthetisches produkt kaufen was so ähnlcih wie der wirkstoff aus goldregen ist nur halt patentiert von phizer, dann bezahlst du aber 250 EUR/Monat.

Baerchen_1910
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von Baerchen_1910 » So 16. Jun 2019, 12:58

Ich möchte nicht zu viel sagen aber ich würde sagen versuch es.
Mir hat der Besuch auf meiner ersten Fusion 2014 ziemlich doll dabei geholfen mit meinen Depressionen klar zu kommen.

Versuch es, wenns nicht geht kannst du immer noch fahren :)
Ansonsten bist du nicht allein!
".... Ich bin broke wie Donald Duck, aber ein Glückskind"

gostevie
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von gostevie » So 16. Jun 2019, 13:58

Als Arzt und Mensch würde ich dir stärkstens davon abraten, während einer Depression Drogen zu Dir zu nehmen, vor allem wenn du evt. noch Medikamente dafür nimmst. Wenn du es doch vor hast würde ich das vorher mit deinem Psychiater / Psychologen besprechen.

Ein Besuch ohne Drogen an die Fusion würde ich dann aber wieder stärkstens empfehlen, sowas schönes kann nur gut tun, auch für die Seele :) und fühlst du dich doch nicht gut, dann kannst du ja immer noch nach Hause rückkehren. Aber genieß einfach die Zeit dort

Tommes
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von Tommes » So 16. Jun 2019, 17:05

Als nicht Arzt und Mensch, würde ich dir dringend raten: Fahr zur Fusion, nehme keine Drogen, trinke keinen Alkohol und bring einen Freund mit.
Lass dir das nicht entgehen..., Fusion ist der Hammer...

jockl
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Re: depri auf der fusion?

Beitrag von jockl » So 16. Jun 2019, 17:30

dieses Fest hat mir soviele schöne Momente und Glück beschert - wie hätte ich ohne die Fusion meine Depressionen, Tiefs und Sorgen überleben sollen???? War da auch schon in eher grenzwertigen Gemütszuständen und dort wie ausgewechselt. Ich brauch und mag dort keine Drogen (mehr) und lass mich einfach von den anderen mitnehmen (und wenn´s mir zu doll wird kann ich einfacher entscheiden, wann ich "austeigen" will ;-))

Wenn Du fährst würde ich mich an Deiner Stelle und in Deiner Situation ganz doll schon im Vorfeld schon um "Nachsorge" kümmern. Das Fest wird Dich wahrscheinlich aufblühen lassen und gut tun, aber danach????? Das Grau in der Stadt wird noch grauer, die Zombies im Supermarkt schauen u.U. noch düsterer...
Auf jeden Fall jemanden am Start haben, der Dich danach auffängt und Dich nicht in das große Post-Fusion Loch fallen lässt. (Die Zeit danach ist schon für nicht depressive schwer erträglich. ;-)) Mit einem guten, durchführbaren Plan für danach würd ich mich trauen, sonst eher nicht.

meine Gedanken, hoffentlich können Sie Dir helfen !
alles Gute!!!!!

Melek Stardust
Beiträge: 88
Registriert: Fr 1. Jun 2018, 13:45

Re: depri auf der fusion?

Beitrag von Melek Stardust » So 16. Jun 2019, 22:36

Ich finde es etwas schwierig, dir da etwas zu raten. Dazu kenne ich dich und deine Situation zu wenig. Ich kann also nur von den Erfahrungen die ich selbst, bzw mein Umfeld damit gemacht haben ausgehen.

Sich selbst ein paar Fragen zu beantworten könnte zunächst hilfreich sein:
Wie gut kennst du dich? Wie gut kennst du deine Depression, wie erfahren bist du im Umgang damit?
(Wurde sie diagnostiziert und befindest du dich in einer Behandlung? Nimmst du Medikamente?)
Gibt es Auslöser/Trigger, denen du dort begegnen könntest? Wie stabil/ labil bist du?
Hast du ein verlässliches Umfeld? Würdest du dir im Notfall Hilfe suchen (evtl auch bei Sanis, Eclipse etc)?
Stellst du in einer akuten Phase eine Gefahr für dich und andere dar?

Ich persönlich würde mich den Vorrednern anschließen:
Fusion: ja - Drogen: nein
Prinzipiell geht ein Besuch der Fusion klar, an deiner Stelle würde ich aber bereits im Vorfeld eine Strategie für den Umgang mit Stresssituationen vor Ort entwickeln. Einen Notfallplan als Sicherheitsnetz sozusagen, an den du dich dann halten kannst.
(Du könntest zB ein paar Ideen/Aktionen aufschreiben und diese Liste dann immer dabei haben oder ein paar positive Anregungen, die dich wieder zurückholen.Wenn du es brauchst, hast du es parat und kannst dich an deinem Sicherheitsgerüst entlang hangeln. Dann bist du der Depression nicht hilflos ausgeliefert. Wenn du es nicht brauchst: Umso besser. )
Vielleicht fährst du ja mit einem guten Freund(eskreis) dorthin. Dann würde ich mir eine Vertrauensperson suchen. Jemand, der im Notfall bereit und in der Lage ist, sich um dich zu kümmern und dem eine kleine Feierpause nichts ausmacht. Und den du dann auch in deiner Nähe haben magst.
Es kann ja auch schön sein, sich auf Gespräche mit bis dahin unbekannten, netten Leuten einzulassen und die positive Stimmung auf dem Gelände aufzunehmen. Allerdings kann die Stimmung ja auch mal kippen. Auch Leute ohne Depressionen sollen schonmal einen Lagerkoller erlitten haben... ;) In dem Fall reicht ein kleiner Ortswechsel oft schon aus.
Wie gesagt: Du weißt ja am besten, wie du in solchen Momenten tickst und ob das dann überhaupt eine Option für dich ist. Für den Fall, dass es wirklich gar nicht mehr geht, sollte eine rasche Abreise möglich sein.

Von Alkohol und anderen Substanzen würde ich dir abraten - und erst recht vom darauf folgenden Kater. Lieber lecker und gesund essen, viel trinken und sich ausreichend Ruhephasen gönnen. Is ja so schon genug los (drinnen, wie draußen) :)
Es gibt viele Leute, die auf der Fusion immer so gut gelaunt, im besten Sinne beschäftigt und geflasht sind, dass sie gar nicht dazu kommen, irgendwas zu nehmen.
jockl hat geschrieben:
So 16. Jun 2019, 17:30
Ich brauch und mag dort keine Drogen (mehr) und lass mich einfach von den anderen mitnehmen (und wenn´s mir zu doll wird kann ich einfacher entscheiden, wann ich "austeigen" will ;-))
Die Frage ist also: Traust du dir zu, dich selbst auffangen (lassen) zu können? Kennst du deine Warnsignale, gibt es Vorzeichen? Traust du dir zu, auf dich zu hören und schnell genug zu reagieren?

divergenz hat geschrieben:
So 16. Jun 2019, 10:57
schau mal ob du in versuchsreihen mit ketamin reinkommst(...)
ähnlich machen die das übrigend mit nikotinantagonisten(...)
Leider habe ich auch schon mitbekommen, wie gut gemeinte Selbstmedikationen schief gegangen sind, selbst nach gründlicher Recherche. Die Folgen können fatal sein.
Daher meine Bitte: Geht mit welchen Substanzen auch immer nicht leichtfertig um! Ich bin mir sicher, dass sich bestimmt schon einige sehr ausführlich mit solchen Themen beschäftigt haben und eine Menge darüber wissen. Aber auch ein gut gemeinter Rat kann nach hinten losgehen. Und jeder reagiert nunmal anders.


Generell finde ich es äußerst problematisch, einer unbekannten Person Ratschläge bezüglich ihrer Gesundheit zu erteilen.
Ohne eine ausführliche Auseinandersetzung geht das einfach nicht. Selbst nach einem langen, ernsthaften Gespräch, Kompetenz und Interesse vorausgesetzt, ist es immer noch schwierig genug, sich mit den Problemen anderer zu befassen und Strategien zum Umgang zu entwickeln.
Ich hoffe aber, dass dir die Antworten hier etwas weiter helfen können, eine gute Entscheidung für deine Gesundheit zu treffen. Vielleicht ist ja der ein oder andere brauchbare Denkansatz dabei. Alles Gute!

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