HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

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JeffreyGoines76
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HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von JeffreyGoines76 » Mo 9. Jul 2018, 17:52

Ihr Lieben!

Eine gute Freundin wurde am Montag abend bei der Rückfahrt von der Fusion auf einer Raststätte 80 km vor Hamburg kontrolliert, Blutprobe wurde genommen und positiv auf THC getestet. (Samstag zuletzt konsumiert) Es gab ein Fahrverbot für den Rest des Tages, den ganzen Heckmeck mit von Freunden Fahrzeug und sich selbst abholen lassen erspar ich euch mal im Detail..

Diese Freundin fürchet nun um ihren Führerschein, damit zusammen hängend um Job (Arbeit in der Drogenrehabilitation) und Wohnung (die ohne den Job zu teuer sein wird). Erschwerend kommt hinzu, dass es hier um eine Alleinerziehende mit zwei Kindern im Grundschulalter geht. Hier bangt ein Mensch um seine Existenz und das seiner kleinen Familie.

Zur Frage: Was kann man dieser Freundin raten im weiteren Umgang mit den Behörden? Und/oder kann jemand von Euch sogar einen engagierten Anwalt für Verkehrsrecht (Fahren und Betäubungsmittel) empfehlen, der da in der Sache idealistisch ist?! Oder kennt ihr Organisationen/Verbände oder ähnliches, an die sie sich vertrauensvoll wenden könnte?

Antwort gerne auch per PN!

Danke für eure Aufmerksamkeit!

domexy
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von domexy » Mo 9. Jul 2018, 18:41

Blöd gelaufen! Kontrolle war rechtens.

Einzige Möglichkeit: Konsum sofort einstellen, auf Erstkonsum plädieren und 6 Stunden Regel (Maastricht Studie) anwenden. Nicht zur Vorladung gehen und beim ärztlichen Gutachten cleane Urinproben abgeben.

Sie darf nicht als gelegentlicher oder regelmäßigere Konsument eingestuft werden (in dem ärztlichen Gutachten, welches gefordert wird), da kein Trennvermögen vorliegt (noch mit aktiven Werten gefahren).

DieEnteMedusa
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von DieEnteMedusa » Mo 9. Jul 2018, 19:22

Mein erster Gedanke: Wie dumm kann man sein?

Wenn da soviel hintendran hängt, dann lasse ich es entweder, oder fahre mit Bus & Bahn. Vor allem, da seit Jahren bekannt ist, dass die Autobahn nach HH nach der Fusion quasi eine einzige Kontrolle ist.

Sorry, aber das musste raus.

Ansonsten kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen: Rigoros abstinent bleiben, und Erstkonsum geltend machen. Oder, je nach Wert im Blut, nur passiven Konsum angeben.
Außerdem Daumen drücken, denn mit ein bisschen Glück passiert gar nichts, weil der Wert zu niedrig war.

Wenn sie noch einen braucht, kann ich auch noch zwei Anwälte empfehlen, die sich sehr erfolgreich auf dieses Gebiet spezialisiert haben.
Bei Bedarf, schreib mir einfach ne PM.
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." [Mark Twain]

domexy
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von domexy » Mo 9. Jul 2018, 19:26

Nachtrag: Wie hoch waren die im Blut gefundenen Werte? Ein Wert an 1ng/ml aktiven THC reicht zur Entziehung der Fahrerlaubnis.

DieEnteMedusa
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von DieEnteMedusa » Mo 9. Jul 2018, 19:29

Dürfte doch noch gar keine Werte geben....
Normalerweise wird vor Ort nur ein positiv-negativ Test gemacht, und dann geht die Blutprobe ins Labor zur genauen Bestimmung.
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." [Mark Twain]


vereinigung
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von vereinigung » Di 10. Jul 2018, 07:41

Blutprobe wurde wohl durchgeführt. Wird auf jedenfall gemacht, wenn Schnelltests anschlagen.

Je nach aktivem THC-Wert im Blut kann es sich um eine Trunkenheitsfahrt handeln, was eine Straftat darstellt und zum FS-Entzug, 1 Jahr Fahrverbot und MPU führt. Mit 2 Tage dazwischen hat sie vielleicht Glück gehabt.

Falls es keine Trunkenheitsfahrt war:
In der Blutprobe wird auch der THC-COOH (Carbonsäure) - Anteil ermittelt. Das sind die Abbauprodukte. Je nach höhe dieses Wertes erkennt man, wie Regelmäßig jemand konsumiert hat. Kann man daraus auf Gewohnheitskonsum schließen -> MPU.

Anwaltlich/ Gerichtlich kann man da leider recht wenig dagegen machen, es ist Verwaltungsrecht. Vorsorglich mal Bude ausräumen. Hausdurchsuchung ist nicht ausgeschlossen. Konsum auf jedenfall einstellen.

Wie das in DE gehandhabt wird, ist in meinen Augen hochgradig ungerecht und hat wohl schon viele Menschen in die Verzweiflung getrieben :-/

beresef
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von beresef » Di 10. Jul 2018, 12:17

JeffreyGoines76 hat geschrieben:
Mo 9. Jul 2018, 17:52
Ihr Lieben!

Eine gute Freundin wurde am Montag abend bei der Rückfahrt von der Fusion auf einer Raststätte 80 km vor Hamburg kontrolliert, Blutprobe wurde genommen und positiv auf THC getestet. (Samstag zuletzt konsumiert) Es gab ein Fahrverbot für den Rest des Tages, den ganzen Heckmeck mit von Freunden Fahrzeug und sich selbst abholen lassen erspar ich euch mal im Detail..

Diese Freundin fürchet nun um ihren Führerschein, damit zusammen hängend um Job (Arbeit in der Drogenrehabilitation) und Wohnung (die ohne den Job zu teuer sein wird). Erschwerend kommt hinzu, dass es hier um eine Alleinerziehende mit zwei Kindern im Grundschulalter geht. Hier bangt ein Mensch um seine Existenz und das seiner kleinen Familie.

Zur Frage: Was kann man dieser Freundin raten im weiteren Umgang mit den Behörden? Und/oder kann jemand von Euch sogar einen engagierten Anwalt für Verkehrsrecht (Fahren und Betäubungsmittel) empfehlen, der da in der Sache idealistisch ist?! Oder kennt ihr Organisationen/Verbände oder ähnliches, an die sie sich vertrauensvoll wenden könnte?

Antwort gerne auch per PN!

Danke für eure Aufmerksamkeit!
Schau mal hier:
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JeffreyGoines76
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Re: HELP! Anwaltempfehlung bzw. Tipps für Verhalten nach Polizeikontrolle

Beitrag von JeffreyGoines76 » Di 10. Jul 2018, 15:40

Hey, vielen Dank schon mal für die zahlreichen und konstruktiven Kommentare, auch per PN,
ich hab das mal alles so weiter gegeben!!
Einen konkreten Wert der Blutuntersuchung habe ich nicht erfahren oder erfragt, kenn mich mit
der Materie auch echt nicht gut aus. Umso dankbarer bin ich für eure Tipps und Anregungen!!
DieEnteMedusa hat geschrieben:
Mo 9. Jul 2018, 19:22
Mein erster Gedanke: Wie dumm kann man sein?

Wenn da soviel hintendran hängt, dann lasse ich es entweder, oder fahre mit Bus & Bahn. Vor allem, da seit Jahren bekannt ist, dass die Autobahn nach HH nach der Fusion quasi eine einzige Kontrolle ist.
Ja, völlig angemessener Kommentar, das war auf jeden Fall eine dumme und naive Aktion. :(
Zu Ihrer Verteidigung kann ich nur sagen, es war ihre erste Fusion und sie hat die Gefahr deutlich unterschätzt,
wir als Camp haben sie allerdings auch nicht intensiv genug gebrieft offenbar. .. Ich schreib dir gleich noch ne PM, danke schon mal!

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