No shirt, no service

oki
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Re: No shirt, no service

Beitrag von oki » Di 21. Mai 2019, 12:31

@ forno: Danke für die Bestätigung meines Posts.

Wigoo
Beiträge: 58
Registriert: Mo 16. Apr 2018, 15:19

Re: No shirt, no service

Beitrag von Wigoo » Fr 24. Mai 2019, 10:02

oki hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 14:44
1. Niemand wird „gezwungen“ sich sein T-Shirt anzuziehen. Man kriegt nur nix mehr zu saufen. Dass Leute sich darüber so empören, zeigt doch, dass es offensichtlich eine erfolgreiche Aktionsform, ist um Leute für die Zustände in einer patriarchalen Gesellschaft zu sensibilisieren. Zumindest als erster Denkanstoß.
Das gleiche Argument könnte man leider auch für die Geschäfte machen, die solche Schilder als Erstes aufgehängt haben, um die arme, schwarze Bevölkerung fern zu halten. Wurde ja auch kein Schwarzer dazu gezwungen, dort nicht einzukaufen. Hätte sich halt Schuhe leisten müssen. Und die Empörung zeigt, dass sich Leute zurecht daran erinnert fühlen. Wie man damit jetzt genau patriarchale Verhältnisse aufbricht, bleibt mir schleierhaft.
oki hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 14:44
2. Ein „restriktive Charakter“ einer Aktion ist nicht per se anti-emanzipatorisch. Beispielsweise sind ja im Umgang mit Nazis restriktive Maßnahmen nötig. Ich will diese Diskussion nicht aufmachen, vermute aber auch dass Leute aus dem Forum hier auch kein Problem hätten mit Nazis aufm Floor zu Tanzen.. weil sich ja alle so frei fühlen und alles kuhl ist.
Godwin’s law - check!
Ansonsten sage ich dazu nur: Toleranz-Paradoxon. Ich sehe da um ehrlich zu sein eine nackte Männerbrust nicht auf einer Stufe mit einem Nazi.
oki hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 14:44
3. Auf der Fusion laufen 70.000 patriarchal geprägte Menschen rum, die sich zum Teil in keiner Weise mit Sexismus auseinandergesetzt haben und das auch an diesem Wochenende überhaupt nicht tun wollen. Ein solcher Ort ist kein Safe Space. Für FLTI* ist Nacktheit eben ne ganz andere Nummer als für cis-Typen. Ein Stichwort wäre hier rape culture. Und das gilt halt leider auch auf der Fusion.
Mal von den ganzen Kampfbegriffen abgesehen, in wie weit helfen da jetzt "No shirt, no service"-Schilder? Wir die Fusion dadurch mehr ein Safe Space? Werden FLTI* eher zur Nacktheit ermutigt? Bekämpft das die rape culture?
Soldaten sind Mörder

followtheV
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Registriert: Mi 8. Mai 2019, 14:47

Re: No shirt, no service

Beitrag von followtheV » So 26. Mai 2019, 12:32

oki hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 14:44
Eine Fusion, auf der Leute ihre T-Shirts anbehalten, bedeutet für einige Wenige eine Einschränkung ihrer Freiheit. Insgesamt wäre sie aber gerechter, weil gleicher.
War glaub ich auch mal ein kommunistisches Ziel.
Gerechtigkeit durch Kleidung zu definieren finde ich schon stark.
Ich habe mich erst durch dieses Forum hier mit diversen Begriffen auseinandersetzen müssen.
Ich bin demnach ein CIS-Mann. Bin ich jetzt in den Augen der FLTI* ein schlechter Mensch?
Wir starten Dienstag Nachmittag ab FFM mit dem ICE. Wer sich anschließen möchte --> PN :ugeek:

kk123
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Registriert: So 30. Jun 2019, 18:21

Re: No shirt, no service

Beitrag von kk123 » So 30. Jun 2019, 18:50

Ich habe dieses Jahr zum ersten mal über dieses Thema gelesen.
Stand Samstag Abend an einer Bar und überall lagen diese Schmierblätter rum und ich war schockiert!
Als erstes dacht ich, was muss einem Menschen Wiederfahren sein, das er sowas hasserfülltes und diskriminierendes niederschreibt.
Dieses Schmierblatt dient dazu, gezielt die Gesellschaft zu formen und extrem einzuschränken, und es spricht gegen die komplette Philosophie der Fusion meiner Meinung nach.

Man darf keine politischen Statements abgeben, aber ihr dürft solch eine ketzerische Propaganda betreiben?

Dieses Schmierblatt ist einfach nur reine Hetze gegen eine Gruppe aus unserer Gesellschaft die sich gerne mal entkleidet wenn es zu heiß ist, die sich gern in Szene setzen und ihren Körper zeigen oder sich mit ihren Muskeln profilieren wollen. Aber was soll das? Leben und leben lassen?! Mensch ist Mensch ob ohne T-Shirt oder mit es spielt keine Rolle.

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