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Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Di 29. Sep 2015, 11:27
von Took
Gibts dieses Jahr kein Fazit der Crew? Oder hab ich was verpasst?

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Di 29. Sep 2015, 12:38
von Irie-Ann
Genau diese Frage hat mich auch hierher getrieben! Ich bin mir sicher es gab noch keins..zumindest kenne ich niemanden der wasbekommen hätte (das Thema treibt mich seid Wochen herrum ;)) Ich hoffe mal das ist kein schlechtes Zeichen.

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Di 29. Sep 2015, 14:03
von Freq_15
Das dürfte wohl der Attention geschuldet sein ;)

Paar Wochen aufräumen, paar Wochen chillen, paar Wochen aufbauen...

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Do 15. Okt 2015, 13:44
von crio183
### english version below ###


Liebe Fusionist:innen,

der Sommer ist vorbei und wir haben uns seit dem Festival nicht bei euch
gemeldet. Grund dafür war hauptsächlich das diesjährige
at.tension-Festival, das uns nach der Fusion keine Atempause zum
Reflektieren und Newsletter schreiben gelassen hat. Nun ist auch dieses
Festival sehr schön über die Bühne gegangen. Danken möchten wir hier
noch mal allen, die ehrenamtlich großartige Arbeit geleistet haben, und
ohne die die at.tension so nicht möglich gewesen wäre!

Endlich kehrt hier etwas Ruhe ein und es gibt Zeit und Gelegenheit diesen
Newsletter zu schreiben.

Um jetzt nicht in Wiederholungen früherer Fazits und bereits bekannter
Geschichten zu verfallen, halten wir die Infos zum vergangenen Festival
kurz und knapp.

Keine Frage es war ein sehr schönes Festival und wieder einmal haben es
viele als ihre beste Fusion ever empfunden. Für uns war es nach dem
letzten Jahr, als die Frage der Realisierbarkeit des „no ticket – no
entry“- Konzeptes viele Spannungen aufgebaut hatte, ein sehr entspanntes,
gut und routiniert organisiertes Festival. Dazu haben sehr viele Hände
beigetragen.

Dennoch gab es einige wenige Faktoren, die das Festivalerlebnis für viele
von euch mitunter erheblich getrübt haben. Wir wollen daher nicht weiter
auf das, was gut gelaufen ist, eingehen, sondern auf die Dinge schauen, die
genervt haben.

Da wäre als erstes und wohl auch größtes Ärgernis die zum Teil
stundenlangen Wartezeiten bei der An– und Abreise. Ob das in den Staus zu
und von den Campingflächen oder das oft stundenlange Anstehen vor den
Botschaften und/oder beim Supportercare war, dazu die oftmals auch
verwirrenden Informationen von Seiten unserer Mitarbeiter:innen - das alles
hat gezeigt, dass es beim Thema An– und Abfahrt/ Ankunft und Abschied
gravierende Organisationsdefizite gab.
Auch die Anfahrt mit Bus und Bahn hatte ihre Tücken und in Neustrelitz und
bei der Rückfahrt vom Festival ZOB kam es auch hier mitunter zu sehr
langen Wartezeiten.

Wir wollen uns daher an dieser Stelle bei allen entschuldigen, die, wo auch
immer, lange warten, in der Sonne braten oder einfach sehr viel Zeit in
Schlangen verbringen mussten. Danke dafür, dass ihr letztendlich die
Geduld aufgebracht habt und euch davon nicht habt dauerhaft frustrieren
lassen.

Für uns bedeutet dies, dass wir uns zuerst mal diese Geschichten genau
anschauen und analysieren müssen und dann für das kommende Jahr die
notwendigen Konsequenzen und Veränderungen planen und umsetzen werden.
Einzelheiten von diesem Prozess und dem was sich ändern muss, können wir
jetzt nicht vorweg nehmen, aber wir versprechen, dass wir uns darum
intensiv kümmern werden.

Zum Zweiten mussten wir erkennen, dass bei der Organisation der neuen
Supporterstruktur noch deutlich nachgebessert werden muss, denn das
Supporter Projekt ist im ersten Jahr noch nicht rund gelaufen. Das lag
sowohl an unserer Orga und mangelnder Kommunikation, als auch an einzelnen
Supporter:innen. Jetzt geht es darum, dieses Projekt für das kommende Jahr
zu verbessern. Dabei werden wir im Detail schauen müssen, was gut und was
schlecht lief, und dies zusammen mit den Feedbacks der Supporter:innen
auswerten.

Zweifellos hat die neue Supporterstruktur sehr zum Gelingen des Festivals
beigetragen. Viele Supporter:innen waren hoch motiviert und haben super
Jobs gemacht, andere wiederum sind leider nicht oder nur zum Teil zu den
Schichten erschienen. Fest steht, dass wir dieses Projekt weiter führen
und es auch im kommenden Jahr wieder Supporter:innen geben wird.

Was uns dieses Jahr genervt hat, war der mangelnde Respekt einiger, die mit
Edding oder Spraycan auf dem Platz unterwegs waren. Wir stellen auf dem
Festivalgelände hunderte Meter bespannte Zäune und trotzdem sind einige
so dumm, dass sie Zelte, Kunstwerke oder nagelneue Toiletten und
Sanitärcontainer taggen und bomben. Uns flattern jetzt enorme Rechnungen
für Schadensersatz und Reinigungskosten ins Haus. Nicht schön! Und wir
können dazu nur sagen, ihr habt nix kapiert, bleibt doch nächstes mal, wo
ihr her kommt.

Abgetörnt haben uns auch die Kunden, deren primäres und scheinbar
einziges Ziel darin besteht, 5 Tage lang ununterbrochen und sinnentleert
alle möglichen Substanzen zu konsumieren und deren einziges
Gesprächsthema darin besteht, was und wie und wie viel sie konsumiert
haben. Ihr seid einfach zu dicht, unter- oder überbelichtet, um die wahre
Schönheit dieses Festivals zu erfassen.

Mehr wollen wir an dieser Stelle gar nicht meckern, denn es gibt ja auch
noch ein paar schöne und positive Nachrichten aus dem Kulturkosmos.

Z. B. haben wir 2015 den Stromanbieter gewechselt und daher wurde diese
Fusion erstmals mit 100% Ökostrom betrieben. Dadurch werden wir
voraussichtlich der Umwelt ca. 152 000 kg CO2 pro Jahr ersparen. Das
entspricht einem Klimaschutzeffekt von 1 326 Bäumen. Auf Ökostrom
umsteigen können wir also nur empfehlen.

Der Ausbau von Trockentoiletten auf dem Festivalgelände geht weiter voran.
Bis zur kommenden Fusion werden wir weitere 100 Kompoletten bauen und
betreiben und 2016 wird die Nutzung der Kompostklos kostenfrei! Für die
Verwertung dessen, was ihr dort hinterlasst, haben wir ein eigenes Konzept
erstellt und dieses auch bereits in die Tat umgesetzt. Wir haben ein
großes Kompostierfeld gebaut. Hier wird der Inhalt der Kompoletten,
vermischt mit Grünschnitt, Holzhackschnitzeln und Küchenabfällen, in
einer sogenannten Heißrotte kompostiert. Innerhalb von 2 Jahren wird
daraus humoser Boden, den wir dann wiederum auf dem Gelände für
Pflanzungen verwenden.

Kulturkosmos Dokumentation

Das Datum dieses Newsletters ist gekoppelt an einen Relaunch der
Kulturkosmos Webseite und an die Veröffentlichung des ersten Teils einer
Dokumentation über den Kulturkosmos.

Vor über 6 Jahren hat sich ein Team von fusionsbegeisterten jungen
Filmemacher:innen an die Aufgabe gesetzt, über den Kulturkosmos eine
filmische Dokumentation zu machen. Damals hat niemand geahnt, was für eine
Mammutprojekt dies werden würde. Jahrelang wurde gedreht und wurden
Interviews gemacht, unser gesamtes Archiv und das Material von Anderen, die
bereits in früheren Jahren gefilmt hatten, wurde digitalisiert. Dann wurde
gesichtet und irgendwann begannen sie das zu schneiden. Jetzt, nach 6
Jahren, ist der erste von insgesamt fünf Teilen fertig und das
Kulturkosmos DOKU Team ist in den vergangenen Jahren ein fester Teil
unserer Struktur und aus dem geplanten Film ist ein Cross Media Projekt
geworden. Die weiteren vier Teile sind in der Mache und werden im Laufe des
kommenden Jahres dazu kommen.

Der technologische Fortschritt ermöglicht es inzwischen, dass wir dieses
Werk auf unserer Webseite veröffentlichen und somit allen Interessierten
zugänglich machen können. Dies hat uns auch aus einem Dilemma geholfen.
Anfangs, also vor sechs Jahren, hatten wir keinerlei Konsens über den Sinn
oder die Notwendigkeit einer solchen Dokumentation. Die Angst vor einer
ungewollten öffentlichen Wahrnehmung des Fusion Festivals hätte uns
damals die Veröffentlichung eines Filmes über den Kulturkosmos als
kontraproduktiv erscheinen lassen. Die Wachstumsproblematik mussten wir
auch ohne Film in den vergangene Jahren mittels restriktiver Maßnahmen und
Zäunen in den Griff bekommen.

Die Differenzierung und die explizite Aufgabenstellung des Projekts, den
Kulturkosmos und eben nicht das Fusion Festival zu dokumentieren, hat uns
all die Jahre an dem Doku-Projekt festhalten lassen.

Inzwischen halten wir es für wichtig und dem Interesse von Vielen
entsprechend, über solch eine Dokumentation den Kulturkosmos transparent
und unsere Ideen und Aktivitäten sowie unsere Geschichte für alle
Interessierten erfahrbar und verifizierbar zu machen.

Im ersten Teil geht es um unsere Geschichte, um das Projekt U.Site, die
wilden 90er, den Anfang des Fusion Festivals und die Entwicklung des
Kulturkosmos. Neben dem Hauptfilm gibt es diverses Bonusmaterial.

In diesem Bonusmaterial haben wir auch ein Buch über die dunkle Geschichte
des Flugplatzes Lärz digitalisiert. Es ist die Geschichte der
Erprobungsstelle der Reichsluftwaffe in Rechlin und des Nebenlagers des KZ
Ravensbrück in Retzow. Eine interessante Lektüre, erarbeitet in den
90ern vom Bund der Antifaschist:innen in Röbel/Müritz.

Am Ende wird es eben nicht nur ein Film werden, sondern auch eine Sammlung
von vielen Zeitdokumenten, die im Film keinen Platz gefunden haben. Falls
ihr selbst in euren Schubladen, Kellern oder Festplatten noch Material aus
dieser Zeit habt, lasst es uns wissen!

Die Dokumentation findet ihr ab sofort auf der Kulturkosmos Website:
http://www.kulturkosmos.de


Zurück in die Zukunft.

Vom 29.06. – 03.07. 2016 feiern wir das 20. Fusion Festival. Wir wollen
an dieser Stelle schon mal allen danken, die in den vergangenen 20 Jahren
diese Projekt mit uns gemeinsam gestaltet haben, und auch allen danken, die
zum Teil seit vielen Jahren hierher kommen und Teil dieser Bewegung
geworden sind.

c u @ our site next time end of june!

Die Registrierung für Tickets beginnt am 01. 12. 2015 und endet am 14. 12.
2015.

Im kommenden Newsletter werden wir euch über alles Wichtige zum Ticketing
und über neue Aktivitäten des Kulturkosmos informieren.

Mit Rhythmus zur Veränderung!

Eure Fusion Crew

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Fr 16. Okt 2015, 01:56
von buki
Danke!

Ich frage mich, warum hab ich den Newsletter nicht gekriegt habe. Noch jemand?

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Fr 16. Okt 2015, 09:20
von Mannauseisen
Yep, ich habe auch noch nix gekriegt.

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Sa 17. Okt 2015, 13:25
von Tourista
Was ich mir mehr wünschen würde:

Mehr lachende Gesichter. Weniger Drogen bzw. Leute die denken nur damit haben Sie Spass. – feiern aber dann wie emotionslose Zombis.

Mehr echte Stimmung. – Stimmung, Jubelschreie, Action beim Tanzen und nicht nur hin und her Gewackel.

Leute die wegen Musik weggehen!

Ein DJ leider nicht mehr unter uns sagte mal morgens früh Kassel.: “Nicht der Club ist der Star. Auch nicht nur die Musik. Sondern die Menschen die dorthin kommen und Ihn mit Emotionen füllen!”

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal auf dem Dancefloor… xxxxxxxxxxxxx, oder sonst irgendeinem der “weltbesten Clubs” dieses Universums…

Tanzen ist Spass. Tanzen macht glücklich, dadurch ensteht dort Energie auf diesem wundervollen und zeitlosen Raum called Dancefloor. Wandelt diese Energie doch bitte mal wieder mehr in Emotionen und glückliche Gesichter um, oder haben die ganzen Drogen Euch schon alle geraubt?



Auch wenn das oben zitierte nicht von mir ist, so kann ich es doch nur unterschreiben und möchte es gerne mit euch allen teilen ;-)


Quelle: http://groovintella.com/aus-aktuellem-a ... ancefloor/

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Fr 23. Okt 2015, 14:47
von Affe
http://www.fusion-festival.de/de/x/ticketverkauf-2016/

Paar Infos für 2016.
Ticketpreis wird unter anderem um 20 € auf 110 € erhöht.

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Do 29. Okt 2015, 02:51
von buki
Da es wohl schon Mittwoch losgeht sind die 20€ Preiserhöhung ok,
aber es ist trotzdem schon ein ziemlich großer Batzen Geld,
den man inzwischen für die Fusion bezahlen muss/darf/will. :\

Re: Fusion 2015 Fazit

Verfasst: Do 29. Okt 2015, 11:19
von WukPunk
@ Buki:

Ich bezweifle, ob 5 - 6 Tage gewöhnliches Camping ohne irgendwelche Bespassung (Bands, DJ's, Kino, Theater plus die ganze Infra mit Sänität, Feuerwehr und Kuko-Orga usw.) im Gebiet der Müritz viel teurer kommt.

Die Fusion ist für das was geboten wird sehr günstig.
Klar sind € 110.-- nicht wenig Geld.