Hass gegen Polizisten

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PresluftBBBBBerhard
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Re: Hass gegen Polizisten

Beitrag von PresluftBBBBBerhard » Do 20. Aug 2015, 15:16

rotes.sternchen hat geschrieben:Klasse Post: nicht vorhandene Mehrheit als Fakt darstellen, gemutmasste Argumentation meinerseits beschreiben und diese dann als zu beurteilende Aussage kritisieren.

Nicht schlecht.
Da bleib ich lieber in meiner gelebten Realität.


Von einer Mehrheit hab ich nicht gesprochen. Nur von anderen Forenten die offensichtlich nicht ständig von der Polizei angehalten und fertig gemacht werden. Hab ich zumindest dem einen oder anderen Forenbeitrag so entnommen.

Fakt ist dass Deine Welt die Du hier zeichnest sehr schwarz-weiß daherkommt. So sehr dass man (ich) es nicht so stehen lassen möchte und sich ebenfalls an der Diskussion beteiligt damit andere Leser lesen dass es da noch die eine oder andere Farbe gibt.

Deine Realität darfst Du behalten, ich kann und will sie Dir nicht wegnehmen. Aber so stehen lassen kann ich sie in einem Diskussionsforum auch nicht.

rotes.sternchen
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Re: Hass gegen Polizisten

Beitrag von rotes.sternchen » Mi 26. Aug 2015, 10:05

Falls auch nach Heidenau immer noch nicht klar sein sollte, weshalb man Bullen nicht auf der Fusion haben möchte, bitte:

Sachsen

NRW

Bayern

Brandenburg

Hessen

Hamburg

Das sind alles keine Einzelfälle oder Bagatelle. Und in Heidenau ist die Polizei massivst gegen Leute vorgegangen, die sich gegen das Nazi-Pack dort gestellt hat. Die Nächte vorher gab es eine (!) Verhaftung und das war ein Fotograf, der sich weigerte seine Fotos rauszurücken.

Es dürfte langsam jedem klar werden, dass Polizei und Neonazi große Schnittmengen besitzen und diese sich nicht mit unseren vereinbaren lassen.

Und wer schon mal bei einer Demo gegen Nazis war und dort mitansehen dürfte wie Freie Kameradschaften per Handschlag von Polizisten begrüßt worden sind (Eutin!), der wird bestimmt jedesmal ein sehr beschissenes Gefühl haben, wenn er einem Bullen gegenüber steht. Im Leben, auf der Straße oder auf einem Festival.

Reicht das als Begründung?

Prox
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Re: Hass gegen Polizisten

Beitrag von Prox » Mi 26. Aug 2015, 10:23

rotes.sternchen hat geschrieben: Es dürfte langsam jedem klar werden, dass Polizei und Neonazi große Schnittmengen besitzen und diese sich nicht mit unseren vereinbaren lassen.



Ich kenne Leute, die gerne mit Schnittmengen argumentieren. Mit den Schnittmengen von Moslems und Fundamentalisten. Von Asylbewerbern und Kriminellen. Von Antifaschisten und Steineschmeißern.

Ich stelle mich gerne gegen bekämpfenswerte und verbesserungswürdige Strukturen. Gegen die diskriminierende Natur der abrahamischen Religionen, gegen das Asylrecht, gegen den Polizeiapparat. Sofern aber nicht die Struktur, sondern der Mensch vor mir steht (und er nicht gerade ein ausgemachtes Arschloch ist), werde ich ihm nicht die Hand verweigern.

buki
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Re: Hass gegen Polizisten

Beitrag von buki » Sa 29. Aug 2015, 00:06

rotes.sternchen (Deinen Namen mag ich ja ^^): Du machst hier immer noch dumme Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen.

Ja es gibt viele rechte Schläger in Polizeikreisen. Ja, die Polizei wird zu wenig kontrolliert. Ja, Korruption und Vertuschung ist in der Polizei strukturell vorhanden.

Alle Polizisten sind Bastarde? (lol, was ist überhaupt ein Bastard und warum sollte dies ein Schimpfwort sein?) Nein man! Das ist dumme Pauschalisierung. Das hat mit Logik nichts zu tun.

Diese Verallgemeinerungen und Verunglimpfung von großen heterogenen Gruppen ist genau das, was die Grundlage der rechten Ideologie ausmacht, gegen die wir Kämpfen, nicht Krieg führen.

Wir sollten da nicht mitmachen und können es, wie gesagt auch nicht, wenn wir uns als >links< verstehen. Wir sind Humanisten. Wir sind Lösungsorientiert. Wir Sind Gesprächsbereit und nicht Gewalt- oder sogar Kriegsorientiert. Wir sind Pazifisten und Antimilitaristen und stellen uns als Anarchisten nicht chauvinistisch über andere Menschen, sondern ergründen die Ursachen, argumentieren mit Empathie, Synergie und wir reichen Hände. Das ist, was uns auszeichnet. Wir resozialisieren und sehen den Menschen auch in denen, die keine Menschen in uns sehen.

Alles andere ist Egozentrismus und Egoismus. Zwei weitere Begebenheiten, die das Fundament "der Rechten" ausmachen.

Und ja, hier waren viele Leute nicht nur >mal< bei einer Demo gegen Nazis. Und viele von uns haben auf diesen Demos freundliche und witzige und auf der anderen Seite prügelnde und beleidigende Polizisten kennengelernt.

ps: sry, falls ich zu direkt/beleidigend bin, ich muss gerade auf focus.de, faz.net und anderen Medien mit durchschnittlich rechter Leserschaft massig gegen Hetze von RassistInnen und FaschistInnen anschreiben, lade Euch herzlichst ein
mitzumachen! ^^, und bin davon noch ziemlich aufgewühlt.

++Packman++
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Re: Hass gegen Polizisten

Beitrag von ++Packman++ » Di 1. Sep 2015, 15:52

Moinsen werte Fusionautinnen/-en,

vorneweg möchte ich schnell sagen das ich überhaupt nicht Forum erfahren bin (mein erster Beitrag überhaupt). Deswegen bitte ich euch mir etwaige Form- und eventuell auch Rechtschreibfehler zu verzeihen.

Ich wurde wohl noch nie so geflasht von einer Forums-Diskussion wie dieser hier. Die ersten Beitrage (die Poster dieser mögen es mir verzeihen) waren ja noch etwas holprig, doch dann nahm die Diskussion ja richtig "Fahrt" auf und gewann deutlich an Qualität. Insbesondere die Beiträge von User dqm stecken voller Hingabe für das Thema, bzw. den Willen, dass alle Leser und Poster daraus auch wirklich was mitnehmen (Ich für meinen Teil: drei hoffentlich gute Buchempfehlungen). Mit einer solchen Dialektik kann ich (leider) nicht aufwarten und möchte mit meinem Post auch eigentlich nur zwei Dinge in den "Raum" stellen.
Zum einen finde ich es auch nicht "richtig" (eigene Meinung) die Berufsgruppe der Polizisten katigorisch vom Festival auszuschliessen. Und ich glaube auch nicht das dies so vom Veranstalter gedacht ist. Sonst würde er es doch auch in irgendeiner Form kommunizieren. Dennoch haben mich viele Beiträge wirklich zum überdenken meiner Meinung (sofern diese vorher überhaupt vorhanden war) über Polizisten gebracht. Sodass ich mich heute beim Besuch eines Bekannten (Arbeitet als Polizeibeamter) mit diesem darüber unterhalten werde, warum er Polizist geworden ist und wie er zur Auskunftspflicht und den Verflechtungen zur Nazi-Scene steht. Warum ich Polizisten nicht ausschließen möchte? Nunja ich bin ein Verfechter der Überzeugung/Bekehrung. D.h. ich würde ihn/sie lieber eines besseren belehren/bekehren. Vielleicht überdenkt er nach einem Besuch auf der Fusion und einiegen überzeugenden Debatten ja seine Berufswahl und arbeitet danach eher Für statt Gegen die Menschen, oder wird zu einem "guten" Polizisten der versucht aus der Spirale des Schweigens über Missstände innerhalb der Polizei auszubrechen. Dies ist eine eher romantische und unrealistische Einstellung, aber so bin ick halt ;) . Dennoch kann ich den Ansatz, dass gerade die linksorientierteren Menschen auf der Fusion die schoneinmal oder öfter mit Repressionen der Staatsmacht zu "kämpfen" hatten nicht wollen das man sich durch Polizisten (privat oder inkognito) "unfreier" oder gar beobachtet fühlt, verstehen.
Zum zweiten ist es mir ein persönliches Anliegen den Begriff des Hasses, im Bezug auf einen/mehrere Menschen, hier ganz deutlich zu verurteilen. Man (also jeder) darf eine Idieologie, eine Tat oder das Handeln einer Person hassen . Aber bitte, bitte doch KEINE Menschen / Personengruppen. Einjeder möchte doch das man ihm/ihr mit Liebe und Mitgefühl entgegentritt und NICHT mit Hass.

So mit o, das war es von Meiner Seite erstmal.

MfG Ihr/Euer Packman
"Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt." (John Stuart Mill)

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