Was machst du so?

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aussenseiter
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Re: Was machst du so?

Beitrag von aussenseiter » Fr 4. Jul 2014, 11:47

Kann die Wut gegen Bänker absolut nachvollziehen.
Sowie ich auch unseren Umgang mit Tieren nicht verarbeiten kann.
jedoch sagt meine Erfahrung, dass ein friedliches Miteinander
durch Schimpfen nicht erreicht wird.

Eine faire Welt möglichst ohne Gier und viel Respekt wollen wir?
Dann nicht beschuldigen sondern soweit möglich auf sein Recht verzichten, vergeben und aufeinander zugehen solltet ihr!

Ob wir diese Schwierige Aufgabe mit Bänkern, Polizisten, Fussballfanatikern
oder wem auch immer nun hinbekommen hängt an jedem einzelenen.

Solange wir beschimpfen, beschuldigen und verurteilen
werden wir keinen Frieden finden.
Recht hat letztendlich keiner
und Fairness erwarten ist oft zu viel erwartet.

Deshalb würde ich mir wünschen, dass Du mir deinen Beruf ehrlich verrätst
und ich mit dir feiere, weil du ein guter Mensch bist egal was du nun arbeitest.

Soweit meine Theorie. Meine Praxis weicht ehrlich gesagt oft davon ab.
Jedoch fass ich mich immer öfter an der eigenen Nase, wenn ich mich dabei erwische andere für Missstände verantwortlich zu machen.

Rainer
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Re: Was machst du so?

Beitrag von Rainer » Fr 4. Jul 2014, 13:03

Rainer hat geschrieben: ....euch ist ja auch klar, dass es ohne "Banker" heutzutage nun mal nicht mehr geht....
Nur, damit es keine Missverständnisse gibt. Mit "Banker" meine ich in diesem Zusammenhang nicht speziell Investmentbanker etc., sondern die Mitarbeiter finanzdienstleistender Institutionen/Unternehmen/Banken, bspw. Zentralbanken, Sparkassen, Versicherungen, Pension Funds, etc...
Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Großteil der Fusionisten/innen diesen entsagen möchte (außer evtl. Banga, der achso autarke Freigeist ;) ).


Achja, fast vergessen.
Realitätsfern hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben: Ich bin jmd., der möchte, dass der Kuchen so groß wie möglich ist. Viele andere sind nur auf die Größe ihres eigenen Stückes fixiert ;)
Nimms mir nicht übel, aber an der Stelle musste ICH herzhaft lachen!
-> Verstehe ich nicht.
Du interessierst dich also nicht für die Größe des Kuchens, sondern nur wie er zwischen welchen Parteien aufgeteilt wird oder glaubst du mir schlichtweg einfach nicht?
Zuletzt geändert von Rainer am Fr 4. Jul 2014, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.

funkyjay
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Re: Was machst du so?

Beitrag von funkyjay » Fr 4. Jul 2014, 13:33

Man sollte sich auch nicht zu sehr an den ganzen Ideologien aufhalten, sondern den Mensch dahinter nicht vergessen.
Der Kapitalismus sagt ja nicht per se: "Beute deine Mitmenschen aus und greif dir was nicht niet&nagelfest ist", sondern es sind einige Menschen die ihrer Gier verfallen.
Da kann man auch noch so sehr gegen Banker im allgemeinen Schimpfen, aber auch dort gibts solche und solche. Und zwar auch solche mit einem Gewissen, die merken das etwas gewaltig schiefläuft und auch versuchen etwas dagegen zu tun. Aber mit solchen Argumenten braucht man hier ja nicht kommen(siehe Polizei-Thread)
Und wenn man schon harte Massstäbe beim Kapitalismus ansetzt, dann bitte diese auch auf den Kommunismus/Sozialismus anwenden. Und wenn man sich mal umschaut, dann merkt man wohl, dass es auch dort nicht allzu rosig aussieht wenn man sich den Verlauf der Geschichte anschaut. Auch diese Systeme sidn in der Theorie ganz nett, werden real aber auch durch die Gier einiger torpediert.
Nicht umsonst heisst es "Alle sind gleich, einige sind gleicher"

Und Rainer hat in meinen Augen schon Recht...na klar braucht es Banken. Nur sollten diese sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe widmen, nämlich Geld verteilen und Kredite vergeben und nicht wild rumspekulieren.
Banken und das Geldsystem wurden ja auch nicht erfunden um Leute auszubeuten oder zu knechten, sondern weil es praktisch und vorteilhaft für Anbieter von Waren/Dienstleistungen war.
Niemand hat ein Problem damit, wenn irgendwo hingeschissen wird...solange es nich vor der eigenen Haustüre passiert.

freq
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Re: Was machst du so?

Beitrag von freq » Fr 4. Jul 2014, 13:35

Rainer hat geschrieben:Finde es auch nicht überraschend, dass hier jegliche positive Errungenschaften des "Kapitalismus" schlichtweg ausgeblendet werden.
Dann erleuchte uns bitte mal und mache eine Aufzählung für uns :roll:

LolaLacht
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Re: Was machst du so?

Beitrag von LolaLacht » Fr 4. Jul 2014, 13:45

Rainer hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben: ....euch ist ja auch klar, dass es ohne "Banker" heutzutage nun mal nicht mehr geht....
Nur, damit es keine Missverständnisse gibt. Mit "Banker" meine ich in diesem Zusammenhang nicht speziell Investmentbanker etc., sondern die Mitarbeiter finanzdienstleistender Institutionen/Unternehmen/Banken, bspw. Zentralbanken, Sparkassen, Versicherungen, Pension Funds, etc...
Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Großteil der Fusionisten/innen diesen entsagen möchte (außer evtl. Banga, der achso autarke Freigeist ;) ).



Dieses dumme PAPIER (in der Form, in der es besteht) hat längst alles zerstört...Es macht aus Menschen Zombies die außer Dollar Noten nichts mehr in den Augen haben...manche Leute (ziemlich viele)töten sogar ohne mit der Wimper zu zucken nur um mehr buntes Papier zu haben und du willst mir ernsthaft erzählen das ohne :Mitarbeiter finanzdienstleistender Institutionen/Unternehmen/Banken, bspw. Zentralbanken, Sparkassen, Versicherungen, Pension Funds, etc...

nichts mehr geht ?????? :(

Kann nicht dein ernst sein :(


An diesem Punkt verabschiede ich mich aus dem Gespräch...ich dachte wenigstens hier auf der Fusion (besser gesagt im Forum :D ) haben die Menschen verstanden das es auch ANDERS funktionieren kann...

Habt alle ein schönes Wochenende! hier in B. drückt die Sonne.

Johnny Johnson
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Re: Was machst du so?

Beitrag von Johnny Johnson » Fr 4. Jul 2014, 13:53

"Zu behaupten, dass nur die bösen Banker die Finanzkrise verursacht hätten ist schlichtweg falsch. Es ist die Gier aller am System beteiligten Menschen, bzw. derer, die über ihren Verhältnissen leben und untragbare Risiken eingehen, sowie die Konsequenzen ihres Handelns ignorieren/nicht erfassen und angemessen abschätzen können"


Naja erstmal hab ich die Behauptung zwar offiziell noch nichtmal aufgestellt gehabt, sie aber so sehr abzuschmettern finde ich noch unbegründeter als sie selbst. Ich studiere nicht Investmentbanking, aber ist die aktuellste Finanzkrise nicht maßgeblich dadurch zustande gekommen, dass Immobilien hemmungslos zu hoch bewertet wurden (absichtlich), jene dann als Absicherung für Kredite benutzt wurden (die also in Wirklichkeit keine Abdeckung hatten, weil die Immobilie dahinter gar nicht so viel Wert war) und mit diesen Krediten wiederrum gehandelt? Ich hoffe ich liege hier falsch, denn wenn nicht, wüsste ich nicht welcher nicht-Banker bei diesem Prozess böse mitgewirkt hat. Die bösen leute, die einen Kredit für ein Haus von einer Bank ausgezahlt bekommen haben, obwohl sie schon davon ausgingen, dass sie den Kredit nie eingezahlt bekommen werden und trotzdem mit dem Kredit handelten? Von mir aus behaupte ich es jetzt: Doch, sehr wohl hat die Finanzkrise fast ausschließlich die Banker und Politiker als Schuldige. Politiker, weil sie nicht raffen wie die Finanzwelt funktioniert und entsprechend kontrollieren können, Banker weil sie wussten, dass sie "too big to fall" sind und im Falle einer totalen finanziellen Niederlage dann wiederrum von den Bürgern, die sie bei dem ganzen Prozess schon heftig ausgedrückt haben, per Steuern gerettet werden. Also ab jetzt kannste mich in dem Punkt zitieren..

Und ehrlich, da verspekuliert sich jemand bei Green Peace und sie verlieren eine menge Geld. Findest du wirklich, das ist von den Dimensionen des Schadens auch nur mit einer einzigen großen Bank wie JPMorgan C. oder Goldman&Sachs vergleichbar? Ich meine nichtmal "Investmentbanken generell" oder "die ganze Finanzkrise".

Und was die Vorzüge des Kapitalismus angeht, die wahrscheinlich nicht nur mich interessieren werden, kann ich nur vorweg warnen. Ich sehe mich nichtmal als wirklich klassischen Kapitalismuskritiker, der direkt Marx zitiert, aber für mich ist es eine neutrale Grundaussage, dass ein fundamentaler Mechanismus des Kapitalismus eine Zuspitzung des Reichtums auf kleinere Gruppen/Individuen auf Kosten der großen Masse ist. Würdest du widersprechen? Wenn es abstrakt gesagt einen gewissen Wert Reichtum in der Welt gäbe, und ich vergäbe ihn an alle ein bisschen, verlange aber von allen meinen Reichtum zurück und Zinsen drauf, müssen dann nicht entweder Werte geschaffen werden oder so viele Leute verlieren, bis dieser Reichtum+Zins wieder bei mir ankommt?

Was ich nur sagen will, natürlich gibt es Dinge, die "vom" Kapitalismus realisiert worden sind, aber man sollte sich immer Fragen wer alles dafür bluten musste. Um mal ein übertriebenes Beispiel zu geben: Wenn man die Pyramiden von Gizeh als herrausragende Leistung der Ägypter darstellen würde, würde man die Sklavenarbeit dahinter ignorieren. Ich denke, du weißt wohin ich hindeuten möchte.. Von daher, sicherlich sind während des Kapitalismus beeindruckende Dinge entstanden, die Frage ist nur für wieviele und wieviele mussten die Drecksarbeit dafür machen. Denn Gelder aus dem Nichts herzaubern können offensichtlich nichtmal Investmentbanker, auch wenn das scheinbar die Alchemie der Neuzeit ist..

Rainer
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Re: Was machst du so?

Beitrag von Rainer » Fr 4. Jul 2014, 14:36

LolaLacht hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben: ....euch ist ja auch klar, dass es ohne "Banker" heutzutage nun mal nicht mehr geht....

Dieses dumme PAPIER (in der Form, in der es besteht) hat längst alles zerstört...Es macht aus Menschen Zombies die außer Dollar Noten nichts mehr in den Augen haben...manche Leute (ziemlich viele)töten sogar ohne mit der Wimper zu zucken nur um mehr buntes Papier zu haben und du willst mir ernsthaft erzählen das ohne :Mitarbeiter finanzdienstleistender Institutionen/Unternehmen/Banken, bspw. Zentralbanken, Sparkassen, Versicherungen, Pension Funds, etc...

nichts mehr geht ?????? :(

Kann nicht dein ernst sein :(


An diesem Punkt verabschiede ich mich aus dem Gespräch...ich dachte wenigstens hier auf der Fusion (besser gesagt im Forum :D ) haben die Menschen verstanden das es auch ANDERS funktionieren kann...

Habt alle ein schönes Wochenende! hier in B. drückt die Sonne.

->Natürlich geht die Welt nicht unter, wenn es keine "Banker" gäbe.
Die Menschheit braucht auch kein Geld um zu überleben, ging "früher" ja auch anders... Aber was wäre denn die Alternative? Gold(-münzen) als Tauschmittel? Waren/Dienstleistungen gegen Waren/Dienstleistungen tauschen ??? ich denke die Problematik ist offensichtlich.

Johnny Johnson hat geschrieben:Naja erstmal hab ich die Behauptung zwar offiziell noch nichtmal aufgestellt gehabt.....

-> Habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Sollte nicht so rüberkommen.
Du hast im Großen und Ganzen schon recht! Das will ich nicht abstreiten, aber hier weiter über die Finanzkrise/Kapitalismus zu diskutieren sprengt mir leider den zeitlichen Rahmen (Zu großes Fass...). Man sieht es ja auch bereits an der voranschreitenden Länge deiner Kommentare^^ (Das Gespräch kann man ja gerne auf der nächsten fusion fortführen ;) )
Bzgl. Finanzkrise: Es war quasi ein Giftcocktail. Multikausal, aber einzelne große "böse" Banken waren maßgeblich daran beteiligt und wohl auch ziemlich sicher der Hauptauslöser. Stimme zu.
Und über Goldman Sachs, JPM, Meryll Lynch, etc. brauchen wir gar nicht erst reden.Da läuft natürliches so einiges verkehrt.
Um das Feuer weiter anzuheizen könnt ihr euch gerne Mal die Doku über Goldman Sachs reinziehen "Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt" und die Doku aus Dtld. "Der Banker - Master of the Universe". Sehr empfehlenswert.


Ich verabschiede mich nun mal aus dem Thread, ging ja eigentlich primär um die elendige Frage "Was machst du so". Das nächste mal nehm ich mir einfach ne Flasche Ouzo mit... Spaß beiseite, bin raus, hab in einer Woche meine letzten Klausuren und die müssen gut laufen, sonst wird das ja nichts mit dem Investmentbanking :lol:

marco35
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Re: Was machst du so?

Beitrag von marco35 » Fr 4. Jul 2014, 15:00

Als erstes danke ich mal dem TE für dieses Thema. Ich denke du bist noch recht jung und wirst hoffentlich nicht so spät erkennen welche Machenschaften du da unterstützt. Die Doku über GS kenne ich natl., genauso wie viele Aussteiger aus dieser Branche.

Trotzdem möchte ich auch mal zu bedenken geben das es auch im Kommunismus Banken und Geld gibt. Wenn Kommunismus also die alternative für die derzeitigen Probleme/Krisen sein soll, kann ich nur sagen, nein Danke.Ich halte beide Systeme für total rückständig. Es muss etwas ganz neues her. Denn sonst wird es uns nicht mehr lange geben. Was Mutter Erde aber ganz gut verkraften kann.

buki
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Re: Was machst du so?

Beitrag von buki » Fr 4. Jul 2014, 15:01

@Rainer: auch die eigene Zeit will gut investiert sein :))

@marco: ich tippe auf liquid democracy wie es sich die Piraten vorstellen, allerdings komplett ohne klassische Parteiapparate.

Jeder Mensch sollte jederzeit über jedes Thema abstimmen dürfen.
Falls man bei einem Thema keine Ahnung hat "folgt" man Jemanden, der sich damit auskennt und dem man vertraut. Natürlich kann man sich bei Wahlen auch enthalten.

Das ganze Konstrukt sollte transparent sein und durch genauso transparente Kontrollinstanzen überwacht werden.

Menschen- und Grundrechte sind einzuhalten, Minderheiten zu schützen.

minaammeer
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Registriert: Sa 5. Jul 2014, 15:41

Re: Was machst du so?

Beitrag von minaammeer » Sa 5. Jul 2014, 15:54

geb auch mal meinen Senf dazu ;)
bin auch nach längeren Gesprächen nach meinem Beruf gefragt worden.
Nach dem ich den genannt habe, gab es oft positive Resonanz. Dennoch hat mich der Kommentar eines "Menschen" am Trancefloor geschockt: "Ich würde dich alle machen, wenn mein Kind bei dir im Unterricht wäre!" :shock:

Es gibt scheinbar immer noch genügend intolerante, undifferenzierte Menschen auf der Fusion, die das Schubladendenken praktizieren! Leider!

Fremdschäm... Mina

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