Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

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Mannauseisen
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Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von Mannauseisen » Sa 20. Jul 2013, 17:47

Als erstes möchte ich mal festhalten, dass ich der Meinung bin, dass die Fusioncrew bis hierhin alles richtig gemacht hat (das beinhaltet paradoxerweise auch alle gemachten Fehler), denn sie schaffen es ein einzigartiges Festival zu betreiben, das in diesen paar Tagen eine erfahrbare Parallelwelt generiert.
Das Festival - diese Parallelwelt - ist die Manifestation von etwas eigentlich Unfassbarem, Ungreifbarem, dem vielgenannten "Fusionspirit".

Über den "Fusionspirit" zu diskutieren und versuchen ihn zu definieren, kann eigentlich nur scheitern, denn es ist ein Gefühl und somit immer subjektiv. Er ist nicht filmbar (darum sehen youtube clips von der Fusion immer so Scheisse aus) und er ist schlecht erklärbar, weil man ihn kaum allgemeingültig auf den Punkt bringen kann ...

Der Fusionspirit ist nur erfahrbar.
Man muss da gewesen sein, sich geöffnet haben dafür (willentlich oder unwillentlich) und wenn man ihn gespürt hat, dann weiss man es und er macht einen weich und sanft und man fängt an zu fusionieren mit anderen Menschen auf eine Weise, die man sonst eben fast nirgends erfahren kann, ausser eben an der Fusion.
Dieser Spirit hat eine transformierende Wirkung, die weit über die 4 Tage in Lärz hinaus reichen. All das, was ich hier schreibe soll übrigens keine Definition des Fusionspirit sein, sondern lediglich eine Erklärung seiner Existenz.

Die Fusion und ihr Spirit haben eine grosse Anziehungskraft entwickelt und immer mehr Leute wollen diese Erfahrung (bewusst oder unbewusst) machen. Das ist grundsätzlich etwas Gutes.
Ich wünschte jeder und jede auf dieser Erde könnte diese spezielle Art der Liebe, gemeinsam mit uns erfahren ...

Doch mit gestiegener Popularität steigen auch die Besucherzahlen und damit steigen wiederum die Probleme. Menschen in grossen Massen machen nochmals ganz neue Probleme. Eine Herausforderung auf allen Ebenen ist das. Und so wie es aussieht sind wir dieses Jahr an den Tippingpoint geraten, wo plötzlich Lösungen in Bereichen gesucht werden müssen, die man eigentlich immer meiden wollte (Bessere und höhere Zäune, mehr Kontrolle, weniger Freiheit, etc.).

Ich möchte dazu aufrufen, diesen Moment nicht als Zeichen des beginnenden Untergangs zu deuten (wie das viele hier im Forum schon pflegen), sondern als ein ganz spannender Moment in der Entwicklung der Fusion Festival Geschichte.
Wir alle (nicht nur die Fusioncrew) sollten uns Gedanken darüber machen, wie wir den Fusionspirit für mehr Leute, besser und schneller zugänglich machen können. Wie muss sich das Festival entwickeln, dass es auch mit so viel mehr Leuten immer noch funktioniert? Und sogar noch besser funktioniert?

Ich möchte somit auch zu möglichst konstruktiven Vorschlägen aufrufen, die mit sanften und cleveren Mitteln der gestiegenen Nachfrage begegnen und die neu interessierten Menschen nicht als Bedrohung oder als Feinde versteht, sondern als zukünftige Fusionauten, die wir willkommen heissen und denen wir alle helfen mit uns gemeinsam den Zugang zum Spirit zu finden.

Hat da jemand "Hippiekacke" gerufen?
Hippiekacke ist das Kerosin der Fusionrakete, meine Lieben. Und wir alle sitzen im Cockpit und die Rakete fräst so richtig ab, wenn die Fusionauten den K(n)opf loslassen und die Herzklappen öffnen. ;)
Zuletzt geändert von Mannauseisen am So 21. Jul 2013, 16:06, insgesamt 4-mal geändert.
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DieEnteMedusa
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von DieEnteMedusa » Sa 20. Jul 2013, 17:51

Sorry, aber mein erster Gedanke ist gerade:

"Na toll, noch ein Thread zum Thema Newsletter. Wenn das jetzt alle hier Registrierten so machen, herrscht hier im Forum in ein paar Tagen das absolute Chaos"
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." [Mark Twain]

Mannauseisen
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von Mannauseisen » Sa 20. Jul 2013, 18:01

DieEnteMedusa hat geschrieben:Sorry, aber mein erster Gedanke ist gerade:

"Na toll, noch ein Thread zum Thema Newsletter"

Ist kein Thread zum Newsletter, sondern zur Zukunft des Fusion Festivals und wie man mit den Problemen durch die gestiegene Anfrage umgeht.
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Ulfmann
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von Ulfmann » So 21. Jul 2013, 08:38

Darüber wird aber auch schon in ungefähr 120 anderen Threads diskutiert.

Mannauseisen
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von Mannauseisen » So 21. Jul 2013, 11:42

Jaja, ist ja gut! Ich habe etwas lang gebraucht um das Ding zu schreiben, als ich angefangen habe, waren da noch nicht 1000 Threads zum Thema.
Jetzt ist es halt da. :|
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Corleo
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von Corleo » So 21. Jul 2013, 12:57

Ich halte es im Verlauf von Diskussionen häufig für nützlich sich von Zeit zu Zeit
nochmal gesondert mit einem Grundsatzpapier zu beschäftigen.
Als solches würde ich das hier auffasen und daher hat es meiner Meinung nach auch seine Berechtigung als eigener Thread.

mirror
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von mirror » So 21. Jul 2013, 13:23

Na ja, ich sehe das als einen BesinnungsThread

Und ich mag Menschen mit einer netten Portion (Eigen)Ironie wie:
Mannauseisen hat geschrieben:
Hat da jemand "Hippiekacke" gerufen?
Hippiekacke ist das Kerosin der Fusionrakete, meine Lieben. Und wir alle sitzen im Cockpit und die Rakete fräst so richtig ab, wenn die Fusionauten den K(n)opf loslassen und die Herzklappen öffnen.
Mannauseisen hat geschrieben:
Jaja, ist ja gut! Ich habe etwas lang gebraucht um das Ding zu schreiben, als ich angefangen habe, waren da noch nicht 1000 Threads zum Thema.
Jetzt ist es halt da. :|
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Mannauseisen
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von Mannauseisen » So 21. Jul 2013, 13:37

Danke mirror, danke Corleo, ihr seid mir sehr sympathisch ;)
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hoffa
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Re: Mo' people, mo' problems! Fusionspirit Olé

Beitrag von hoffa » Mo 22. Jul 2013, 19:16

Ich möchte somit auch zu möglichst konstruktiven Vorschlägen aufrufen, die mit sanften und cleveren Mitteln der gestiegenen Nachfrage begegnen und die neu interessierten Menschen nicht als Bedrohung oder als Feinde versteht, sondern als zukünftige Fusionauten, die wir willkommen heissen und denen wir alle helfen mit uns gemeinsam den Zugang zum Spirit zu finden.

Hat da jemand "Hippiekacke" gerufen?
Hippiekacke ist das Kerosin der Fusionrakete, meine Lieben. Und wir alle sitzen im Cockpit und die Rakete fräst so richtig ab, wenn die Fusionauten den K(n)opf loslassen und die Herzklappen öffnen.



.... ganz deiner meinung. so schön auf den punkt gebracht, dass mir schon beim lesen das herz aufgeht ;)

Mannauseisen
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Vorschlag Nummer 1

Beitrag von Mannauseisen » Fr 26. Jul 2013, 18:45

Lasst uns bewusst "outside of the box" suchen. Ziel ist es ein sanftes, fusiontaugliches Mittel zu finden, um den steigenden Menschenmassen und den damit verbunden Problemen zu begegnen.

Kein Zaun. Keine Tickets.
Die Verantwortung (für sich und auch für andere) so dem Fusionbesucher übertragen, indem man auf das Gute im Menschen vertraut.

Das könnte zum Beispiel so aussehen:
1-2 Monate nach der Fusion, wird auf der Fusionwebsite die finanzielle Grenze festgelegt, die innerhalb eines Monats erreicht werden muss, um die nächste Fusion stattfinden zu lassen.
Wer an die nächste Fusion kommen will, kann einen ihm möglichen Betrag einzahlen und hat sich somit das Recht erkauft an die Fusion zu kommen, egal ob das 10.- oder 1000.- Euro waren.
Ist der Betrag erreicht, findet die Fusion statt. Alles was zusätzlich rein kommt, macht die Möglichkeiten grösser, besser, geiler.

Die Fusioncrew müsste dann aufgrund der Menge der Einzahlungen eine erste grobe Abschätzung machen können, wie viele Leute interessiert sind. Die Energie der Fusioncrew (und das Geld) könnte sich nun aber ins Kreative verlagern und zwar dahin, wie man für (sagen wir mal) 100'000 Leute ein tolles Fusionerlebnis herstellt und nicht mehr, wie man so viele Leute kontrolliert und allenfalls Zehntausende fern hält.

Auch der ganze Aufwand (und die Kosten) der Ticketbörse würde sich zumindest verändern. Ich fand zwar den Aspekt, dass alle Anwesenden Gewinner sind im 2012 zusätzlich beflügelnd aber im 2013 hatten die vielen Kletterer diese Flügel leider schon wieder etwas gestutzt. :|

Neben dem (realtime) Geldzähler müsste man wohl auch noch einen (realtime) Personenzähler auf der Fusionwebsite einrichten. Das heisst, alle, die vor haben zu kommen, tragen sich dort ein (vielleicht sogar personalisiert mit email und so) - und man kann sich jederzeit wieder austragen. Ein-zwei Monate vor der Fusion würde man die Anmeldung wohl sperren müssen, einfach, damit nicht noch im letzten Moment eine Besucherexplosion stattfinden könnte.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das eine gewisse Anzahl Teilnehmende irgendwann dann auch abschreckend wirken könnte und sich die Sache dann ganz natürlich irgendwo bei 80'000 Leuten einpendelt.

Mal angenommen es gibt ein "worst case Szenario", bei dem sich 300'000 Leute eintragen (und einzahlen) und die Fusioncrew sich der Durchführung nicht mehr gewachsen sieht, müsste das Festival entweder abgesagt oder um ein Jahr verschoben werden. Die Kommunikation seitens Fusioncrew auf der Webseite und per Newsletter müsste da dann aber sehr gut sein.

Ich höre euch schon fragen: "Und was ist mit all den kurzentschlossenen Scheissegalos, die ohne Einzahlung einfach trotzdem an die Fusion kommen, um zu profitieren? Die müssen jetzt ja nicht ein mal mehr reinschleichen oder über den Zaun klettern (und dabei wenigstens mit einem Finger bezahlen)? Wie halten wir die ab, was machen wir gegen die?"

Nun, gegen sie machen wir nichts. Wir machen etwas für sie.
Wir heissen sie willkommen in unserer Mitte, wir feiern mit ihnen, sie gehören mit dazu, denn wenn sie sich nicht zu erkennen geben, werden wir sie nicht von all den anderen Unterscheiden können.
Ich habe mich auch schon mal auf ein Festival geschlichen (auf ein völlig überteuertes, mit riesigen Zäunen und harter Einlasskontrolle, etc.), das war eines meiner tollsten Festival Erlebnisse überhaupt und der Aspekt, dass ich mir das erschlichen hatte und ich dabei ihr Security System überlistet hatte, war sogar ein ganz wesentlicher Teil des Kicks.

Ohne Zaun, kein Kick. Denn nun betrügt man jene, die es einem freiwillig gegeben hätten und darin steckt kein Kick, im Gegenteil: darin steckt ein schlechtes Gewissen.


Ich schick das jetzt mal ab, im Wissen, dass es noch ganz viele Aspekte gibt, die wir damit noch nicht lösen können, aber vielleicht können wir ja einfach mal auf dieser Schiene weiter denken ...
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