!!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

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MathiasB
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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von MathiasB » Fr 26. Jul 2013, 09:33

Fakt ist, dass der Ticketpreis für ein Festival mit so vielen Bühnen über so viele Tage jahrelang für unter 70 EUR extrem niedrig war. Da kann man z.B. gut erkennen, dass hier keine Geldschneiderei im Gange ist.


P.s: Ist eigenlich keiner schockiert, dass sich Leute die Finger abgerissen haben? Alleine daher sollten schon viel mehr Kontrollen stattfinden.

F.D.I.O.
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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von F.D.I.O. » Fr 26. Jul 2013, 09:38

erstens is diese diskussion immernoch schwachsinnig ...
weiterhin ist in dem pdf nur die ausgabenseite dargelegt und keine einnahmenseite. da steht nichts von standgebühren etc. und die werden für die fressstände anfallen und meines erachtens auch für die bars in irgendeiner form auch immer.
und wenn der kulturkosmos sämtliche einnahmen erhält ist die aussage trotzdem richtig, die der KK getroffen hat. das geld bekommt kein privater und damit werden kulturelle (die FUSION) und linke projekte (siehe FUSION-Website) unterstützt.
MEINE aussage ist: nur der kulturkosmos kann klarheit darüber bringen alles andere ist schauen in die glaskugel.
Mit den hiergebrachten aussagen, zitaten usw. ist keine meiner 3 thesen zu wiederlegen. zumindest nicht mit denen der letzten posts, hab nicht alles durchgeackert ...

glimmen
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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von glimmen » Fr 26. Jul 2013, 10:01

Jedenfalls bleiben Fragen offen, die durch den Newsletter nur so halb beantwortet werden. Die Problematik scheint komplex wie das ganze Festival, und jeder würde gerne durchblicken, wie das ganze funktioniert, aber keiner tut's - sonst würden sich hier nicht alle mit Halbwahrheiten und Mutmaßungen beschießen.

Der Kulturkosmos ist uns im Grunde zu nichts verpflichtet. Letztendlich ist die Fusion nichts anderes als ein Produkt, das wir uns kaufen können. Gibt's eine Preiserhöhung, zieht man halt mit oder nicht. Aber wenn diese schon so halbtransparent begründet wird, wäre es schön, wenn die Transparenz alle Bereiche umfassen würde. Welche Vereine und Projekte werden denn genau unterstützt? Gibt ja an sich keinen Grund, das nicht offenzulegen. Je mehr alle durchblicken würden, desto besser könnte man unpopuläre Entscheidungen nachvollziehen ( :idea: und sogar gezielt sein Lieblingsprojekt fittrinken).

Es bleibt ja die große Frage im Raum, wie man sich so verkalkulieren kann, wenn die Einnahmen rein durch den Ticketverkauf so glasklar sind? Und vor allem, wenn man das Jahr davor schon im Minus war? An sich könnte man doch auch die Getränkeeinnahmen der Schwarzbesucher hochrechnen und das der Fusion zukommen lassen.

Aber so oder so - der Geist ist aus der Flasche. 100 000 wollten aufs Festival, nächstes Jahr vllt 120 000. Mit Vertrauen wird man diesem Ansturm nicht mehr Herr. Es bleibt für mich jedes Mal ein Wunder, dass alles trotzdem so gut funktioniert. Aber 30 schwere Handverletzungen sind schon ein blutiges Menetekel.

cultura
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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von cultura » Fr 26. Jul 2013, 10:32

Die aggressiven Personen, die versuchen die Fusion heimzusuchen, sollte man ausschließen oder rausschmeißen. Aber es gibt auch positive Bekanntschaften. Ich habe meine große libe auf dem Festival gefunden. Ich werde den Augenblick nie wieder vergessen, als wir uns in die Augen gesehen haben. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Wir sind sehr glücklich miteinander.

:-) Liebe Grüße,

Cultura

funkyjay
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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von funkyjay » Fr 26. Jul 2013, 10:59

mirror hat geschrieben: 'Es gibt also keinen privaten Gewinn aus dem Getränkeverkauf’ sagt eindeutig, daß das ganze Geld in die Projekte fließt.
Ich habe das so Verstanden, dass sich kein Standbetreiber die Taschen vollhaut und das Geld nicht in seine privaten Taschen fliesst, sondern Projekten zu Gute kommt. Das die Fusion von dem Geld etwas sieht, ist durch die Aussage nicht ausgeschlossen. Standmiete gibt es ja definitiv, ob es eine Umsatzbeteiligung gibt, ist nicht ganz klar.
mirror hat geschrieben: Und wenn dazu in http://kulkos.net/expenses.12.pdf, also der Zusammenfassung der Steuerklärung, kein Posten Getränke auftaucht, so heißt das doch klar, daß das FusionProjekt davon nichts sieht. Sonst würde man behaupten, die decken nur scheinbar ihre Einnahmen. Wollen uns also über den Tisch ziehen.
Dort stehen nur Ausgaben drin. Gewinne (auch aus den Tickets) sind dort nirgends aufgeführt. Ich würde die Formulierungen einzelner Forumsteilnehmer nun nicht auf die Goldwaage legen. Es redet ja niemand von Betrug oder böser Absicht, aber wenn man so ein Festival auf die Beien stellt welches über lange Zeit gewachsen ist, könnte man ja schon annehmen, dass auch die Buchhaltung in gleichem Masse mitwächste bzw. dazulernt
Niemand hat ein Problem damit, wenn irgendwo hingeschissen wird...solange es nich vor der eigenen Haustüre passiert.

Fluid Fluid
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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von Fluid Fluid » Fr 26. Jul 2013, 10:59

Also.. meine ausführliche Analyse zum Fazit zusammen mit meinen Erlebnissen dieses Jahr.

1. Preiserhöhung
Das im Jahr 2012 schon Controlling-Fehler gemacht wurden, kann passieren - das ist menschlich und kann man niemanden vorwerfen. Passiert ja heute in den "besten Kreisen", gelle? Allerdings wird die vermutlich auch bedeuten, dass zukünftig deutlich professionelleres Finanz-Management geben wird. Das wird automatisch auch zu einer fortschreitenden Gesamt-Professionalisierung führen, was auch Kontrollen und sonstige Orga betrifft. Das bedeutet wir steuern eindeutig auf neue Festival-Strukturen für die Fusion zu. Ich stimme dieser Entwicklung jedenfalls voll zu. Bei den Besucherandrang ist das eine logische Konsequenz diesen Schritt gehen zu müssen. Das ist unromatisch aber es ist auch das Richtige, sorgt für Sicherheit und vermutlich auch dafür, dass die Orga Nachts gut schlafen kann.

Andrang
Diese Sache mit dem Andrang ist dieses Jahr also endlich mal offiziell außer Kontrolle geraten. Es gab im Endeffekt in der Fusion-Geschichte mehrere große Sprünge, wo jeder sagte "man das ist aber voll geworden." Dieses Jahr allerdings ist es buchstäblich eskaliert. Letzendlich hat hier keiner einen Fehler gemacht, die Einflüsse kommen in erster Linie von außen. Vielleicht hätte man Fokus-Stages wie die Tanzweise einfach nicht mehr so wachsen lassen sollen, vielleicht wäre es besser gewesen lieber mehr auf Subkultur und Worldmusic zu setzen, wenn man schon wachsen will. Aber hier wurde der Mainstream absolut bedient. Trotzdem, wer hätte diese Entwicklung voraussehen können? Keiner.
Das Festival passte einfach zu sehr in den aktuellen Zeitgeist und die Musikkultur. Es gibt heute keine großen Bands und Musikrichtungen mehr, welche die Massen anzieht. Elektronische Musik dominiert auf allen Ebenen, es ist moderne Popkultur geworden. Und die Fusion ist damit auch ein Opfer dieser Popkultur geworden. Dazu kommt, dass Konkurrenz-Festivals einfach viel zu sehr reglementiert sind. Getränkeschleusen, hohe Preise usw.

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass sich das Fusionfestival nun gezwungen sieht, in genau diese Richtung gehen zu müssen, um die Lage wieder unter Kontrolle zu kriegen. Und ich bin mir sicher die nächsten Jahre werden Jahre der Professionalisierung und Reglementierung werden. Und Kontrolle ist in diesem Fall nichts verwerfliches, sondern leider eine Notwendigkeit. Ich gebe dem jedenfalls volle Unterstützung. Die Fusion ist eh nicht mehr die Fusion.

Ich finde im Newsletter ist auch wirklich ein etwas anderer Tonfall als in den vergangenen Jahren zu spüren. Darf man vorsichtig Frust zwischen den Zeilen lesen? Auch das wäre menschlich und nachvollziehbar. Das Publikum hat sich eindeutig stark verändert. Wie man das findet, darf jeder für sich entscheiden. Ich finde, dass es im Durchschnitt zum negativen verändert hat. Und auch wenn jeder auf den Festival herzlich willkommen ist, bedeutet das nicht, das einige diese Willkommens-Einladung missbrauchen dürfen. Und wer will das eigentlich vollständig beurteilen? Selbst die Orga von heute ist nicht mehr die Orga von damals. Nach meinem Empfinden wird es langsam an der Zeit, dem Kind einen neuen Namen zu geben.

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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von Realitätsfern » Fr 26. Jul 2013, 11:13

Fluid Fluid hat geschrieben:Es gibt heute keine großen Bands und Musikrichtungen mehr, welche die Massen anzieht. Elektronische Musik dominiert auf allen Ebenen, es ist moderne Popkultur geworden.
:lol: :lol:

Also das ist ja wohl mal total subjektiver Unsinn!
Es gibt so viele andere Musikrichtungen und Stile, die die Massen anziehen und mir fallen nur aus dem Stehgreif 10 Bands ein, deren Touren ständig ausverkauft sind und die seit Jahren denselben Hype erfahren!

Nur weil elektronische Musik gerade sehr populär ist, heißt das nicht, dass alles andere auf einmal ein stiefmütterliches Image genießt - Geschmäcker sind nunmal verschieden!

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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von Fluid Fluid » Fr 26. Jul 2013, 11:16

Danke dass du mir trotzdem bestätigst, dass es trotzdem derselbe Hype ist. 8-)

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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von Realitätsfern » Fr 26. Jul 2013, 11:20

Hype ist Hype - manchmal ebbt er schnell wieder ab - manchmal hält er viele Jahre an...das lässt dann eben manche Künstler legendär erscheinen! ;)

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Re: !!! Fusion-Newsletter 3/2013 -- Das Fusion Fazit !!!

Beitrag von Fluid Fluid » Fr 26. Jul 2013, 11:23

Mein Punkt ist ganz einfach, dass Fusion eine exklusive Nische erfüllt hat und damit mitten ins Herz einer ganzen Massen-Kultur gestochen hat.

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